Nach dem Mord an einem somalischen Familienvater bat ein krimineller und gewaltbereiter Somalier (27) beim Berufungsprozess am Dienstag um Milde. Doch das Gericht blieb hart: Ahmed A. muss lebenslang ins Gefängnis.
Die „Krone“ hatte über den Fall und den Gerichtsprozess berichtet: Lebenslange Haft lautete das Urteil des Geschworenengerichts, ausgesprochen am 21. August im Salzburger Landesgericht.
Der sechsfach vorbestrafte angeklagte Ahmed A. (27), der erst wenige Wochen vor der Tat das Gefängnis verlassen hatte, tötete am 1. Februar einen Landsmann in der Schießstattstraße in Salzburg-Lehen. Mit fünf Messerstichen: in die Brust, den Rücken und in den Kopf. Danach verfolgte er noch einen zweiten Landsmann mit dem Messer in der Hand, dieser konnte aber noch rechtzeitig flüchten.
Dieses „hohe Ausmaß an Gewalt“ kam auch beim Berufungsprozess am Dienstag zur Sprache. Während der Verteidiger ein „zu strenges“ Urteil sah, befand der Staatsanwalt die Entscheidung in Anbetracht der Umstände als nachvollziehbar.
So sah es letztlich auch der Drei-Richter-Senat des Oberlandesgerichtes: Allein schon die „Gewalteruption und Brutalität“ bei der Ermordung des Opfers, der vier Kinder und Ehefrau hinterließ, reiche bereits für Lebenslänglich. Warum er es tat? „Wir wissen es nicht. Es spricht viel für einen nichtigen Anlass“, erklärte die Vorsitzende und unterstrich: „Die Taten weisen hin, wie gleichgültig der Angeklagte unseren Werten gegenübersteht.“
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