Die David-Crew agierte im Ländle lange defensiv schwach, lag zweimal mit zwei Toren im Rückstand. Dennoch reichte es für die Overtime, in der Murphy in Minute 62 mit einem Hammer zum 6:5-Sieg einnetzte.
Das verhieß nichts Gutes, als die Vorarlberger um Minute sieben gleich dreimal alleine vor Bulls-Goalie Kickert zum Abschluss kamen. Das Solo im dritten Anlauf hatte auch das 0:1 beschert. Und trotz des Doppelpacks zum 2:1 zu Mitteldrittel-Beginn blieb die Gästedefensive erschreckend anfällig – die Pioneers-Angreifer hatten viel zu viel Platz, vor Kickert wurde zu wenig aufgeräumt. So spazierte auch Erne gegen Lewington zum 2:2, war Passolt vorm dem 3:2 sträflich alleine gelassen.
Der Meister lag in der Folge sogar 2:4, dann 3:5 zurück. Die Kurve wurde dennoch wieder gekratzt, gab es wie zuletzt daheim gegen Pustertal einen Kraftakt. Bourke, Raffl mit seinem zweiten Treffer und Schneider retteten das 5:5 und damit die Overtime. In der die Eisbullen ein Powerplay nützen konnten: Murphy zog voll ab – 6:5, der vierte Sieg in Serie, der erste in dieser Saison auswärts war doch noch eingefahren!
„Die Pioneers haben uns heute einige Male richtig ausgespielt. Auch im zweiten Abschnitt hatten wir Probleme mit ihrer Offensive“, resümierte Trainer Oliver David. Aber im Schlussdrittel haben wir begonnen, die Zweikämpfe zu gewinnen, wurden aggressiver. Es war insgesamt nicht unsere beste Performance, aber wir haben das Spiel noch gewonnen. Das ist unterm Strich wichtig.“
Die Bulls haben am Samstag frei, ehe es am Montag per Charterflug von Salzburg direkt nach Växjö (Sd) geht. Wo tags darauf Spiel fünf in der Champions Hockey League wartet. Und vielleicht auch schon das Ticket fürs Königsliga-Play-off – dazu wäre aber gegen die Schwedenbomben Zählbares gefragt.
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