Im Juni hat eine Gruppe junger Männer einen Kosovaren (21) auf einem Bahnsteig des Bischofshofener Bahnhofs ins Koma geprügelt. Seither patrouillieren Securitys – und für den Ortschef sei es nun sicherer geworden.
Eine Gewalttat am Bahnhof hat in Bischofshofen im Sommer ordentlich Wellen geschlagen: Bürger orteten ein Kriminalitätsproblem in der Bahnhofsgegend, die Stadtgemeinde engagierte daraufhin einen Sicherheitsdienst, der seither in der Gegend patrouilliert. Während sich am Montag das Salzburger Landesgericht des Falles annimmt, sieht die Situation in puncto Kriminalität nun anders aus: „Das Thema hat sich erledigt. Die getroffenen Maßnahmen haben Wirkung gezeigt“, erklärt der Bürgermeister Hansjörg Obinger (SPÖ) auf Nachfrage der „Krone“.
Der zusätzlich eingesetzte Sicherheitsdienst hat sehr gut funktioniert. Wir werden diese Maßnahme weiter beibehalten.
Bürgermeister Hansjörg Obinger (SPÖ)
Was ist genau am 23. Juni auf den Bahnsteigen passiert? Eine Gruppe von Kosovaren, darunter das spätere Opfer (22), tratschte mit einem Mädchen. Deren Ex-Freund, ein Serbe (16), sah dies und trommelte seine Freunde zusammen – um dem Kosovaren wohl aus Eifersucht eine Abreibung zu verpassen. Brutal schlugen die Jugendlichen auf den 22-Jährigen ein. Dieser knallte durch die Gewaltanwendung mit seinem Kopf gegen den harten Bahnsteig – weitere Schläge und Tritte auf das am Boden liegende Opfer folgten. Der 22-Jährige verlor das Bewusstsein und lag nach dem Vorfall drei Tage im künstlichen Tiefschlaf.
Am Montag müssen sich die sieben Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren – je zwei Österreicher und Serben sowie je ein Bosnier, Türke und Slowene – wegen des Vorwurfs der absichtlich schweren Körperverletzung mit Dauerfolgen vor einem Schöffensenat verantworten.
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