Hollywood-Schauspielerin Meryl Streep hat bei den Vereinten Nationen über das Schicksal von Mädchen und Frauen in Afghanistan gesprochen. „In Kabul hat eine Katze heute mehr Freiheiten als eine Frau“, sagte Streep. Sie stellte einen Dokumentarfilm über vier afghanische Frauenrechtlerinnen vor.
So könne sich eine Katze beispielsweise vor ihre Haustür setzen, die Sonne in ihrem Gesicht spüren und ein Eichhörnchen im Park jagen, begründete die Schauspielerin. Die Taliban haben die öffentlichen Parks für Frauen und Mädchen geschlossen. „Ein Vogel darf in Kabul singen, aber ein Mädchen nicht, und eine Frau darf nicht in der Öffentlichkeit sein“, sagte Streep weiter.
Die Taliban hatten im August 2021 nach fast 20 Jahren westlicher Militärpräsenz wieder die Macht ergriffen. Die Islamisten missachten Menschen- und vor allem Frauenrechte, sind international isoliert. Anlass der Worte der Schauspielerin ist ein Dokumentarfilm über vier afghanische Frauenrechtlerinnen, der allerdings die Zeit vor der Machtübernahme der Taliban beleuchtet.
„Wenn sich die internationale Gemeinschaft zusammentut, kann sie Veränderungen in Afghanistan bewirken und das langsame Ersticken der Hälfte der Bevölkerung stoppen“, ist Streep überzeugt. Die US-Amerikanerin ist dreifache Oscar-Preisträgerin und unter anderem für Filme wie „Mamma Mia“, „Die Eiserne Lady“ und „Der Teufel trägt Prada“ bekannt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.