Steirische Apfelbauern fuhren heuer erneut eine schmale Ernte ein. Spätfröste werden immer mehr zum Problem für die Branche, Jahr für Jahr hören mehr Betriebe auf. Ein wirksames – aber teures – Gegenmittel ist Frostberegnung. Das Land stockt dafür nun Förderungen auf.
Die Steiermark ist Österreichs wichtigstes Apfelland – rund 70 Prozent der heimischen Äpfel wachsen in der Grünen Mark. Doch wie das heurige Jahr erneut gezeigt hat: Der Klimawandel – insbesondere häufiger auftretende Spätfröste – setzt unseren Apfelbauern immer stärker zu, Jahr für Jahr geht die Zahl der Betriebe zurück. Auch heuer wurde nur ein Drittel einer Normalernte eingefahren.
Wie „Frost gegen Frost“ wirkt
Bemerkenswert ist dabei, dass 42 Prozent dieser Ernte von nur acht Prozent der Betriebe erbracht wurden – nämlich jenen, die bereits auf Frostberegnung setzen. Dabei werden vor Frostnächten Apfelbäume künstlich beregnet, und die entstehende Eisschicht schützt Blüten bzw. junge Früchte durch die sogenannte Erstarrungswärme.
„Es ist die wirksamste und umweltfreundlichste Methode, die wir aktuell haben“, sagt Leopold Steinbauer, der Leiter der Landes-Obstbau-Versuchsanstalt Haidegg in Graz. Der große Haken daran: Die Investitionen in Speicherteiche und Bewässerungstechnik sind enorm, es geht um sechsstellige Beträge.
Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) verkündete daher am Montag, dass das Land Steiermark Apfelbauern bei diesen Investitionen stärker unter die Arme greifen wird: „Bis dato betrug die Förderung 40 Prozent der Errichtungskosten für Bewässerungssysteme. Ab 2025 werden 65 Prozent gefördert.“
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