Das ambitionierte Projekt werde dadurch begünstigt, dass zu diesem Zeitpunkt Mars und Erde näher als sonst zueinander stünden, hieß es. Angaben zu den voraussichtlichen Kosten für das Megaprojekt, das über private Spenden finanziert werden soll, machte der 72-jährige Tito nicht. Robert Zubrin von der Organisation Mars Society schätzte die Kosten auf "eine bis zwei Milliarden Dollar" (bis zu rund 1,5 Milliarden Euro).
Tito will verheiratetes Paar auf die Reise schicken
Das Team um Tito gründete bereits eine Stiftung mit dem Namen "Inspiration Mars", die auch die beiden dafür vorgesehenen Weltraumtouristen dafür rekrutieren will. Geplant ist demnach, einen Mann und eine Frau mittleren Alters zum Roten Planeten zu schicken, sagt Tito anlässlich der Präsentation der Stiftung im National Press Club in Washington.
"Es ist der erste bemannte Flug zum Mars, und deshalb soll die Menschheit durch beide Geschlechter vertreten sein. Wir hoffen, wir finden ein verheiratetes Paar, denn wenn man so weit weg und die Erde nur noch ein kleiner, blauer Punkt ist, braucht man jemanden, den man umarmen kann", sagte der ehemalige Raketenwissenschaftler gegenüber der Website Space.com.
"Mission für Amerika"
Tito sprach von einer "Mission für Amerika", die "Wissen, Erfahrungen und Impulse für die nächste große Ära der Weltraumforschung" bringen werde. Die US-Weltraumbehörde NASA begrüßte die Pläne und erklärte sich zu Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit mit "Inspiration Mars" bereit. Finanzielle Hilfe will Tito von der NASA aber nicht.
Der US-Multimillionär war im Frühjahr 2001 an Bord einer sowjetischen Raumkapsel vom Typ Sojus TM-32 als erster Tourist ins Weltall geflogen und hatte damals für einen sechstägigen Ausflug zur Internationalen Raumstation ISS angeblich 20 Millionen US-Dollar (umgerechnet 16 Millionen Euro) bezahlt.
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