Prozess in Innsbruck

Immer wieder Steine auf fahrende Autos geworfen

Tirol
03.09.2024 06:00

Ein Tiroler fühlte sich von vorbeifahrenden Fahrzeugen verfolgt und machte immer wieder Jagd auf sie. Vor Gericht sah der 66-Jährige sein problematisches Verhalten ein und muss nicht in eine Anstalt.

Monatelang beschäftigte der heute 66-jährige Tiroler die Exekutive. Immer wieder mussten Polizisten zu seiner Wohnung. Dort hatte der Senior offenbar einen „Hochsitz“ eingerichtet und Jagd auf zufällig vorbeifahrende Autos gemacht. Auch eine sechs Monate bedingte Haftstrafe hielt ihn nicht davon ab, weiterzumachen.

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Ich habe mich von den Autos verfolgt gefühlt.

Der 66-jährige Tiroler vor Gericht

Medikamente helfen
„Ich habe mich von den Autos verfolgt gefühlt“, gab er sichtlich zerstreut nun vor dem Innsbrucker Landesgericht zu Protokoll und schilderte seine Beweggründe. Medikamente würden ihn mittlerweile aber vor weiteren Straftaten abhalten. Er sehe zudem die Gefährlichkeit seiner Handlungen ein. „Er hat bewiesen, dass er mit den Medikamenten in freier Wildbahn gut zurechtkommt“, betonte auch ein Sachverständiger.

Von Unterbringung abgesehen
Nach kurzer Beratung folgte der Schöffensenat unter Vorsitz von Richter Andreas Mair der Einschätzung des Gutachters und der Ansicht des Verteidigers, seinen Mandanten nicht in ein forensisch-therapeutisches Zentrum unterbringen zu müssen.

„Unter der Auflage von Bewährungshilfe wird für eine Probezeit von fünf Jahren von einer Unterbringung abgesehen“, verkündete der Senat. Der Angeklagte muss aber regelmäßig über seinen „Plasma-Spiegel“ Bericht erstatten und bestenfalls eine „Depot-Spritze“ nutzen.

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