Studierende und Quereinsteiger helfen in den Salzburger Klassenzimmern, wo der Lehrermangel zur großen Herausforderung wird. Viktoria Karner aus St. Michael ist schon in den Ferien für die Kinder da.
Kaum eine angehende Lehrerin kann so viel Praxis vorweisen wie Viktoria Karner aus St. Michael: Sie steht schon seit ihrem zweiten Semester an der Pädagogischen Hochschule auch im Klassenzimmer. „Es war immer großes Vertrauen von Seiten der Direktion da“, erzählt sie, gut aufgenommen worden zu sein. Auch viele ihrer Studienkollegen seien schon ins Lehrersein eingetaucht. „Ohne Job wird es bei den hohen Kosten in Salzburg sonst finanziell schwierig.“
Heuer steht Viktoria Karner zwei Wochen früher an der Tafel. Sie erleichtert Kindern aus dem ganzen Lungau, die es schwieriger haben, Anschluss zu finden, im Rahmen der Sommerschule des Bundes den Start ins Schuljahr. Auf individuelle Unterstützung legt sie generell großen Wert. „Wichtig ist, nicht jedem Kind einfach Arbeitsblätter hinzuklatschen.“
Neben Studierenden helfen Quereinsteiger
Bis Ende der Woche konnten Direktoren noch Stellenbesetzungen melden. 108 Lehrer wurden zuletzt gesucht. Neben rund 220 Studierenden leisten in Salzburg knapp 100 Quereinsteiger wertvolle Arbeit. Eine von ihnen ist Eva Toft aus Mittersill.
Ich komme aus dem Bereich Wirtschaftspädagogik und hatte dadurch gute Voraussetzungen, an der Mittelschule als Quereinsteigerin durchzustarten.
Eva Toft, Mittelschule Mittersill
Sie kommt ursprünglich aus dem Bereich Wirtschaftspädagogik, sammelte dann in verschiedenen Funktionen vom Finanzamt bis zur Erzdiözese Praxis und unterrichtet nun an der Mittelschule Mittersill Mathematik, Geografie sowie Religion. „Eine tolle Aufgabe“, freut sie sich auf das neue Schuljahr.
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