Die kleine Mathilda hatte es eilig! Bei einer Blitzgeburt im steirischen Gratwein-Straßengel wurde der Papa unverhofft zur Hebamme. Hilfe bekam er von einem Mitarbeiter des Roten Kreuz, der ihm telefonisch zur Seite stand. Mama und Baby sind wohlauf!
Mit den Worten „Bitte kommt‘s schnell, meine Frau bekommt ein Baby und der Kopf ist schon zu sehen“, ging am 24. September in den frühen Morgenstunden, in der Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes Steiermark ein Notruf ein. Der Anruf kam von Nils Lietzow-Wellenhof aus Gratwein-Straßengel, nördlich von Graz. Sofort wurden die Rettungskräfte zur angegebenen Adresse entsendet. Zufällig befand sich das Fahrzeug des Roten Kreuzes Graz-Umgebung gerade in der Region – doch sie kamen trotzdem nicht rechtzeitig.
Rotes Kreuz half telefonisch
Denn die kleine Mathilda wollte sofort das Licht der Welt erblicken! Und so wurde der Vater zum Geburtshelfer: „Es war sehr aufregend für mich, da ich so eine Situation bis dato noch nicht erlebt hatte. Trotzdem war es ein ganz spezielles Erlebnis, die eigene Tochter auf die Welt zu begleiten!“ sagte der Vater Nils Lietzow-Wellenhof. Zur Seite stand ihm einerseits seine Schwiegermutter, die zu dieser Zeit im Haus der jungen Eltern anwesend war. Vor allem half ihm aber auch Florian Ofner von der Rettungsleitstelle Steiermark, der den jungen Vater am Telefon durch die Geburt leitete und ihm Erste Hilfe Anweisungen gab. Gemeinsam konnten Sie Mathilda ins Leben begleiten.

Als das erste Rettungsfahrzeug eintraf, war das Baby bereits geboren. Mutter und Kind wurden dann vom Rettungsteam, sowie vom Notarzt erstversorgt und in die Uni-Klinikikum nach Graz gebracht werden. „Eine Geburt am Telefon zu begleiten, ist auch für uns nichts Alltägliches“, sagt Florian Ofner. „Natürlich sind wir auch für solche Situationen geschult und vorbereitet. Es gehört zu unseren Kernaufgaben, Menschen, die einen Notruf wählen, in allen erdenklichen Situationen zu begleiten und so lange zu betreuen, bis unsere Einsatzkräfte da sind und vor Ort den Einsatz übernehmen können. Trotzdem war ich froh, als ich das Baby am Telefon schreien hörte“, so Florian Ofner über diesen speziellen Einsatz.
Die kleine Mathilda wog nach der Geburt 4190 g und war 54 cm groß. Der Mutter Anna Lietzow-Wellenhof und dem Baby geht es sehr gut und sie konnten das Krankenhaus inzwischen bereits verlassen.
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