Bis zum Abflugtag war alles in Ordnung: Puchs Bürgermeisterin Barbara Schweitl (SPÖ), war mit großem Anhang auf Mallorca auf einer 50er-Feier. Der Neffe ihres Mannes lud ein. Der Schock folgte am 15. August: Schweitl und zig Familienmitglieder standen am Flughafen und konnten nicht weg.
„Es war sehr unangenehm, wir mussten 28 Leute auf mehrere Häuser bei Freunden aufteilen. Am Bittersten war, dass wir die Beerdigung meines Onkels verpasst haben.“ Dieser war wenige Tage zuvor verstorben.
Schweitl ist verärgert: „Wir haben keine Info in Palma bekommen, warum wir nicht fliegen können oder wann wir einen Ersatz-Flug bekommen.“
Tausende Passagiere mussten warten
Der Flughafen in Palma ließ verlautbaren: „Durch die wetterbedingten Probleme mussten fast 350 Flüge storniert werden und so gut wie alle Flüge waren von erheblichen Verspätungen betroffen.“ Aufgrund dieser Verzögerungen und Stornierungen waren viele Passagiere gezwungen, teils mehrere Nächte am Flughafen zu verbringen.
Alexander Klaus, vom Salzburger Flughafen, erklärt: „Es ist ein normales Prozedere in solchen Fällen, dass Passagiere auf die nächsten Flüge aufgeteilt werden oder auf die nächstgelegenen Zielflughäfen.“
Was den Geschädigten zustehen könnte
Nun folgt ein Entschädigungsprozedere. Schweitl: „Das läuft alles über das Reisebüro, die machen das für uns.“ Neben Mahlzeiten, Übernachtungen und vielem mehr könnten Schweitl und ihre Angehörigen immerhin Pauschalentschädigungen von 250 Euro pro Person zustehen – den verpassten Abschied vom Onkel kann ihr jedoch niemand ersetzen.
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