Nach dem Crash in eine Pizzeria in Mittersill am Sonntag ist klar, dass Urlauber und Einheimische im Lokal Riesenglück hatten. Der Unfallverursacher gab sich gegenüber der Polizei reumütig ...
Bei starkem Regen hatte ein Pole (37) in Mittersill am Sonntagabend die Kontrolle über sein Auto verloren – die „Krone“ berichtete. Der Mann war in einer Kurve im Stadtzentrum schnurstracks in eine vollbesetzte Pizzeria gefahren. Während Einheimische und Urlauber dort Pizza und Pasta verspeisten, krachte und rumpelte es auf einmal. Tische und Stühle flogen. Und auch Menschen.
Drei Urlauber aus Deutschland wurden bei dem dramatischen Unfall schwer verletzt. Sie kamen anschließend in drei Krankenhäuser im Bundesland. Fünf weitere Personen, darunter ein weiterer Urlauber und vier Einheimische, wurden leicht verletzt. Feuerwehr, Rotes Kreuz und Notarzt versorgten die Personen. Zudem wurde das Kriseninterventionsteam angefordert.
Unfallursache: Regen, Handy und wohl Müdigkeit
Martin Rauchenbacher war Sonntagabend der Erste vor Ort. Der Text der Alarmierung: Pkw in Gebäude. Der Einsatzleiter der Feuerwehr Mittersill wusste anfangs nicht, was ihn und seine Kollegen nur 50 Meter vom Feuerwehrhaus entfernt erwartete. „Ich will mir nicht ausdenken, was passiert wäre, wenn auch noch der Gastgarten vollbesetzt gewesen wäre“, sagt Rauchenbacher. „Das hätte schlimm enden können.“
Er und seine Kameraden kümmerten sich vorbildlich um die Personen, ließen das Auto abschleppen und machten die Glasfront provisorisch dicht. Sie waren die letzten vor Ort, gemeinsam mit der Eigentümerin des Hauses und dem Pächter des Lokals. Er hatte die beliebte Pizzeria erst im April übernommen. Wann sie wieder aufsperrt? Noch ungewiss.
Der Pole, selbst in Mittersill wohnhaft, gab gegenüber der Polizei an, dass ihn der starke Regen und das Handy-Navi abgelenkt hätten. Der Mann könne auch nicht ausschließen, dass er kurz eingeschlafen sei. Alkohol und Drogen hatte er aber nicht im Blut.
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