Weil es in Niederösterreich heuer kein eigenes Schulstartgeld vom Land gibt, fliegen bereits vor dem Ende der Sommerferien zwischen SPÖ und ÖVP die Fetzen.
Wo bleibt das NÖ-Schulstartgeld? Mit dieser an sich einfachen Frage traten SPÖ-Boss Sven Hergovich und seine Landesratskollegin Ulrike Königsberger-Ludwig einen Politstreit los. Denn die ÖVP schaltete sofort in den Verteidigungsmodus, unterstellte Hergovich ein Doppelspiel: „Es ist unverkennbar, dass man sich hier offenbar nur als großzügiger Gönner aufspielen möchte, nur um sich später über die Ausgaben zu echauffieren“, so der schwarze Landesgeschäftsführer Matthias Zauner.
Teuerungshilfe zeitlich befristet
Und der ÖVP-Funktionär erklärt: Das blau-gelbe Schulstartgeld sei in den vergangenen zwei Jahren als befristete und außerordentliche Unterstützung gewährt worden, um Familie während der außergewöhnlichen Teuerung zu entlasten.
Diese Maßnahme war von Anfang als Soforthilfe im Kampf gegen die Rekordinflation gedacht.
Matthias Zauner, ÖVP-Landesschäftsführer
Zauner: „Hergovich lässt dabei völlig außer Acht, dass die Inflation 2022 in Österreich bei 8,6 Prozent und 2023 bei 7,8 Prozent lag und sich mittlerweile bei 2,9 Prozent stabilisiert hat.“ Der ÖVP-Mann verweist zudem auf das Schulstartgeld des Bundes sowie die Aktion „Schulstartklar!“, die betroffenen Familien bis zu 300 Euro bringt.
Für die ÖVP ist das mit der Inflation offenbar nur eine Rechenübung, für die Familien im Land ist sie aber dramatisch.
Wolfgang Zwander, SPÖ-Landesschäftsführer
„Völlig abgehoben“, ist diese Erklärung für die SPÖ. Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander will seinem Amtskollegen bei ÖVP zudem Mathenachhilfe geben: „Die sinkende Inflation heißt ja nicht, dass irgendetwas billiger wird. Im Gegenteil: Alle jene Preise, die seit 2021 um 17 Prozent gestiegen sind, werden nochmals um 3 Prozent teurer“, fordert er eine Fortsetzung der Förderung in Niederösterreich.
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