Aller guten Dinge sind drei! Darauf hoffen heute Sonntag (17) die Hartberger. Denn im Vorjahr fuhren sie auch in der dritten Meisterschaftsrunde den ersten Sieg ein. Damals rang man Rapid auswärts 1:0 nieder, jetzt soll der violette Erzrivale aus der Oststeiermark mit leeren Händen heimwärts fahren.
Der Unterschied zum Liga-Start 2023: Seinerzeit legte die Truppe von Markus Schopp mit zwei Remis los, diesmal herrscht am Punktekonto noch gähnende Leere. Aber: Keine Panik deswegen auf der Hartberger Titanic, schließlich waren die Gegner mit Sturm und LASK nicht irgendwer. „Für Panik besteht kein Grund. Wir wissen, dass mehr möglich gewesen wäre. Wir haben einen kleinen Umbruch im Sommer gehabt, sind jünger geworden – wir ziehen aus diesem Prozess die richtigen Schlüsse“, sagt Dominik Prokop, der zugibt: „Spiele gegen die Austria sind noch immer etwas Besonderes für mich.“ 110 Partien machte er für Violett, vor vier Jahren verließ er seinen Stammverein. „15 Jahre war ich bei der Austria, habe dort Freunde fürs Leben gefunden.“
Mit Bruder in Graz
Eines Tages wird das „Veilchen“ zur alten Liebe an den Verteilerkreis zurückkehren, doch jetzt will er mit Hartberg auf die Siegerstraße biegen. Vom Stotterstart der Austria inklusive peinlichem Europacup-Aus lassen sich Prokop und Co. nicht täuschen. „Die Austria hat ein gutes Team, dazu nun auch Aleksandar Dragovic. Wir wissen um ihren Stärken, aber auch Schwächen“, meint Prokop, der zum Pendler geworden ist. „Ich wohne in Graz und dann wieder in Hartberg.“
Der Grund: Der um zwei Jahre jüngere Bruder Lukas, der nach seinem Kurzgastspiel bei DSV Leoben weiterhin in Graz wohnt und jetzt für Regionalligaklub Steyr aufläuft. „Freitagabend war ich beim 0:1 in Leoben als Zuschauer dabei“, so Prokop, dessen Bruder ebenfalls im violetten Nachwuchs groß wurde.
Rachegelüste nach dem Aus gegen die Austria am 28. Mai im Europacup-Playoff gibt es bei der Schopp-Elf allerdings nicht. Prokop: „Das war sehr bitter damals, aber mittlerweile überwiegt der Stolz über unsere letzte Saison.“
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