Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurden am Donnerstag steirische Bergretter gerufen: Einer Kuh wurde auf der Sonnschienalm eine frisch eingebrochene Doline zum Verhängnis. Das Tier konnte sich von alleine nicht mehr aus seiner misslichen Lage befreien.
Die Bergrettung Tragöß wurde Donnerstagabend auf die Sonnschienalm im steirischen Hochschwabgebiet zu einer ungewöhnlichen Tierrettung alarmiert. „Heuer übrigens bereits zum zweiten Mal“, berichten die Mitglieder.
Aussichtslose Situation
Doch was war passiert? Eine etwa 500 Kilogramm schwere Kalbin stürzte mehrere Meter tief in eine Doline, die sich direkt am Almboden der Sonnschien in unmittelbarer Nähe zu den Halterhütten gebildet hatte. „Das Tier war aussichtslos gefangen“.
Die Bergretter zögerten nicht lange und machten sich sogleich auf den Weg. Gemeinsam mit anwesenden Bauern und dem Wirt der Sonnschien-Hütte befreiten die Retter die Kuh aus ihrer misslichen Lage. Dies gelang mit einigem Kraftaufwand mittels Seilzug.
Tierhalter eilte herbei
Das Tier blieb unverletzt, benötigte jedoch einige Zeit, um sich von der Aufregung zu erholen. „Als der Bauer des Tieres herbeieilte, stand die Kuh nach etwa einer Stunde wieder auf eigenen Beinen“, so die Bergretter. „Wir waren sehr erleichtert über den erfolgreichen Ausgang. Und wir sind stolz darauf, nicht nur Menschenleben zu retten, sondern auch Tieren in Not zu helfen.“
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