Keine gute Lösung

„Alma“-Bahnschranke sorgt für Ärger im Montafon

Vorarlberg
06.08.2024 10:10
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die geplante Schranke auf der L188 zwischen Lorüns und St. Anton im Montafon sorgt für Unmut. Die Bürgermeister der Montafoner Gemeinden und Vertreter der Montafonerbahn sind sich einig: Wir wollen keine Schranke! Dennoch soll diese Ende August in Betrieb gehen – wie von der Eisenbahnbehörde vorgeschrieben.

Die Alma-Kreuzung auf der L188 zwischen Lorüns und St. Anton ist einer der letzten unbeschrankten Bahnübergänge entlang der Montafonerbahn zwischen Schruns und Bludenz. Nach Änderungen in der Eisenbahnverordnung hat die Eisenbahnbehörde in ganz Österreich verschiedene Bahnübergänge unter die Lupe genommen und bei einzelnen Kreuzungen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit veranlasst. So auch bei der Alma-Kreuzung.

Wegen befürchteten längeren Schließ- und Wartezeiten und damit noch mehr Belastung vor allem in den Verkehrsspitzen setzen sich die Montafoner Bürgermeister über den Stand Montafon schon länger intensiv dafür ein, die Schranke durch alternative Maßnahmen zu verhindern.

Alternativen geprüft
So wurden beispielsweise bei der Landesstraßenbau-Abteilung verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben, um Alternativen zur vorgeschriebenen Schrankenanlage prüfen zu können – darunter verschiedene Verkehrs-Sicherungs-Maßnahmen wie beispielsweise eine Temporeduktion unmittelbar vor und nach dem Übergang oder die Installierung einer Rotlicht-Überwachungsanlage.

Gleichzeitig verweisen die politisch Verantwortlichen auch auf die Realisierung der viel diskutierten Ortsumfahrung Lorüns. „Wenn diese kommt wie angekündigt, dann brauchen wir die Bahnschranke ebenfalls nicht“, argumentiert der neue Montafoner Standesrepräsentant Bürgermeister Herbert Bitschnau.

Der Lorünser Standort-Bürgermeister Andreas Batlogg ergänzt: „Lorüns will schon lange eine Ortsumfahrung und das Land Vorarlberg hat an ein zweites Gleis für die Montafonerbahn im Hinterkopf.“ Weil der Platz neben der Ill für beides aber nicht ausreiche, müsse jetzt eine rasche Gesamtlösung her. Und diese gehe aktuell in Richtung einer Unterflur-Lösung. So könnte die Montafonerstraße im Ortsgebiet unter die Erde verlegt werden.

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