Grenzpolizei Piding klärte am Donnerstag einen Vermisstenfall aus dem Baltikum auf. Die Schleierfahnder kontrollierten in Teisendorf einen Pkw mit lettischer Zulassung. Der 28-jährige Lenker war per internationalem Suchvermerk auf der Fahndungsliste – weil seine Mutter ihn sehnlichst vermisste.
Die Grenzpolizeiinspektion Piding kontrollierte am 1. August auf der A8 Richtung Salzburg, einen Pkw mit lettischer Zulassung. Der Lenker war ein 28-jähriger Lette, der eine Europarundreise machte und als Nächstes den Aufenthalt in Salzburg plante. Einen Führerschein konnte er bei der Kontrolle nicht vorweisen.
Die Schleierfahnder kontrollierten daraufhin auch noch das Fahrzeug – und prompt erschien ein internationaler Suchvermerk aus dem baltischen Staat. Sofort ließen die Exekutivbeamten die dortige Polizei kontaktieren, um den Grund für das Erscheinen auf der Fahndungsliste zu erfragen.
Besorgte Mutter ließ nach dem Sohn „fahnden“
Kurze Zeit später meldeten sich die lettischen Polizeikollegen zurück. Laut Polizei Piding heißt es: „Offenbar hatte sich der kontrollierte Mann zu einer Europarundreise aufgemacht, ohne seiner besorgten Mutter davon zu erzählen. Diese meldete ihren abgängigen Sohn bei den lettischen Behörden als vermisst, da sie sich große Sorgen machte – er möge sich doch baldmöglichst bei ihr melden.“
Die lettische Polizei gab den bayrischen Beamten zudem die Information, dass der verlorene Sohn keine gültige Fahrerlaubnis hat. Somit wurde ihm die Weiterfahrt untersagt und er wird wegen Fahren ohne Erlaubnis angezeigt. Immerhin! Die Mutter kann beruhigt sein: Der Anruf des Sohnes folgte prompt. Dann setzte der Lette seine Europarundreise fort. Jetzt aber mit dem Zug.
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