Weniger Kinder

Geburtenrückgang lässt die Bevölkerung schrumpfen

Salzburg
01.08.2024 17:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Prognosen zufolge wird es bis zum Jahr 2100 auf der ganzen Welt deutlich weniger Nachwuchs geben. Die Weltbevölkerung schrumpft. Damit verbunden sind negative Auswirkungen – etwa auf die Wirtschaft, das Gesundheitswesen und die soziale Sicherheit.

Einer vor Kurzem im renommierten Fachjournal „Lancet“ publizierten Studie zufolge wird die Geburtenrate, die seit 1950 in allen Ländern zurückgegangen ist, bis zum Ende des Jahrhunderts weiter sinken. Dies wird zu einem tiefgreifenden demografischen Wandel führen.

Bis 2100 weltweit nur noch 1,59 Kinder pro Frau 
Die Geburtenrate ist die durchschnittliche Anzahl an Kindern, die eine Frau in ihrem Leben zur Welt bringt. Weltweit ist diese Zahl von 4,84 im Jahr 1950 auf 2,23 im Jahr 2021 gesunken. Man geht davon aus, dass sie bis 2100 auf 1,59 sinkt. Um die Bevölkerungszahl stabil zu halten, brauchen Länder eine Gesamtgeburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau. Diese Zahl wird als „Erhaltungsschwelle“ bezeichnet.

Fast alle Länder werden Erhaltungsschwelle unterschreiten
Fällt die Geburtenrate darunter, schrumpft die Bevölkerung. Im Jahr 2021 lag die Geburtenrate in 46 Prozent der Länder unterhalb der Erhaltungsschwelle. Bis zum Jahr 2100 wird die Zahl auf 97 Prozent ansteigen. Das bedeutet, dass die Bevölkerung in fast allen Ländern der Welt bis zum Ende des Jahrhunderts zurückgehen wird.

Problem des Klimawandels wird sich nicht ändern
Mehrere Faktoren können dafür verantwortlich gemacht werden: verbesserte Möglichkeiten für Frauen im Bereich der Bildung und im Arbeitsleben, Zugang zu Verhütungsmitteln, Aufschub des Kinderwunsches. Das Problem des Klimawandels wird sich jedoch auch mit einer kleineren Weltbevölkerung nicht ändern. Erst in 100 bis 200 Jahren könnte die Zahl wieder bei drei oder vier Milliarden liegen.

Weniger Menschen bedeuten negative Auswirkungen
Negative Auswirkungen auf das Gesundheitswesen, die soziale Sicherheit und den Arbeitsmarkt sind zu erwarten. Weniger „nachwachsende“ Arbeitskräfte verschärfen etwa den Mangel an Pflegekräften. Bei gleichzeitigem Anstieg der Zivilisationskrankheiten wird die Betreuung einer immer älter werdenden Bevölkerung zunehmend akuter.

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