Mit einem Hammer schlugen sich voller Verzweiflung Anfang März in der Liezener Ausseer Straße (Steiermark) acht Menschen von ihrer Wohnung durch die Wand in die Nachbarwohnung, um sich vor dem sicheren Feuertod zu retten. Zwei Syrer (18, 39) sollen den Brand gelegt haben und stehen demnächst vor dem Strafrichter in Leoben.
Noch am Tag des verheerenden Brandes nahm die Polizei zwei verdächtige und asylberechtigte Syrer fest – den aktuellen und den ehemaligen Besitzer des im Erdgeschoß befindlichen Barbershops. Die Staatsanwaltschaft Leoben geht davon aus, dass die beiden Männer für den Brand verantwortlich sind und auch den Tod von Menschen in Kauf nahmen.
Daher wurden sie wegen Brandstiftung und versuchten Mordes angeklagt. Bei den Einvernahmen schwiegen sie eisern. Ob sich das bei der Gerichtsverhandlung nächste Woche, Dienstag und Mittwoch ändern wird?
Übergreifen der Flammen verhindert
Dank des aufopfernden Einsatzes der Feuerwehren Liezen-Stadt, Weißenbach und Pyhrn konnte ein Übergreifen der Flammen auf nebenstehende Gebäude verhindert werden. Den entstandenen Schaden beziffert die Staatsanwaltschaft auf rund 800.000 Euro. Dass es keine Toten gegeben hat, grenzt an ein Wunder.
Im Angesicht des sicheren Feuertodes haben sich acht Bewohner einer Wohnung oberhalb des Barbershops mit einem Hammer durch die Wand in die Nebenwohnung durchgeschlagen und sich so das Leben gerettet.
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