Amtswege oder Förderungen nur noch digital? Mandatare der SPÖ fordern, dass auch das analoge Leben weitergeht.
Pensionisten, kleine Unternehmer, Familien – sogar Jugendliche: Wer bereits einmal vor dem Ende eines Anmeldevorganges aus dem digitalen Netz gefallen ist, kennt das Problem: Internet klingt einfach, ist es aber oft nicht. Gegen diese elektronischen Hürden setzen sich SPÖ-Politiker im Land ein.
Persönlicher Kontakt
Das Recht auf „persönlichen Kontakt“ haben die Sozialdemokraten auf Initiative von Eva Prischl, Hannes Weniger, Wolfgang Kocevar und anderen (bisher erfolglos, es soll aber einen neuen Anlauf geben) im Landtag eingebracht. „Es ist gut, dass das Land Niederösterreich eine wichtige Rolle in der Digitalisierung einnimmt. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass der analoge Kontakt des Landes mit seinen Bürgern unverzichtbar ist“, heißt es. Auch Landesrat Sven Hergovich und Abgeordneter Rainer Spenger warnen vor möglicher „digitaler Diskriminierung“ beispielsweise bei Bundes- oder Landesförderungen, die nur noch online beantragt werden können. Sie meinen: „Vor allem viele Senioren haben de facto keine Möglichkeit, ohne fremde Hilfe Förderungen zu beantragen.“ Ganz allgemein gilt: Vom Heizungstausch bis zur Lehrlingsbeihilfe gilt es viel Zeit im Netz zu verbringen.
Es muss möglich bleiben, Förderanträge auch ohne Online-Formular einzureichen!
SPÖ-Landesrat Sven Hergovich
Die SPÖ-Niederösterreich unterstützt bei diesem Thema die Forderungen des Pensionistenverbandes und des Seniorenbundes, die beide schon oft auf diese Form von Diskriminierung aufmerksam gemacht haben, betont Spenger. „Antragsstellungen müssen mittels Online-Formular, E-Mail, Papierformular – persönlich und postalisch – sowie per Telefon erfolgen können“, stellt Hergovich die Ziele klar.
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