Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Paris gibt es Diskussionen um die Teilnahme einer französischen Leichtathletin mit Kopftuch an der Eröffnungszeremonie.
Sprinterin Sounkamba Sylla schrieb auf Instagram: „Du bist für die Olympischen Spiele nominiert, die in deinem Land stattfinden, aber du kannst nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen, weil du ein Kopftuch trägst.“ Das Olympische Komitee Frankreichs gab an, die 400-Meter-Läuferin werde eine Kappe tragen.
Frankreich versteht sich als laizistisches Land, in dem eine strikte Trennung von Staat und Religion herrscht. Etwa in der Schule ist es verboten, ein Kopftuch zu tragen. Diese Vorschrift gilt auch für Beamtinnen. Im Sport gibt es eigentlich kein gesetzliches Verbot. Die Verbände handhaben das unterschiedlich. So ist ein Kopftuch beim Tennis etwa erlaubt, beim Fußball aber nicht.
„Teil unserer DNA“
Frankreichs geschäftsführende Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra gab jedoch vor: „Die Vertreter in unseren Delegationen und in unseren französischen Teams werden kein Kopftuch tragen.“ Der Chef des Olympischen Komitees Frankreichs verteidigte diese Linie. „Es ist vielleicht in anderen Ländern nicht nachvollziehbar, aber das ist Teil unserer DNA hier in Frankreich“, sagte David Lappartient.
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