Hektische Szenen spielten sich am Sonntag bei einem Halt der S-Bahn am Weg von Salzburg nach Golling ab. Eltern stiegen mit einem Kinderwagen aus und ließen auch noch Radfahrer vorbei. Dann ging die Tür zu und die kleine Tochter war noch im Zug. Der Lokführer reagierte auf verzweifelte Rufe nicht.
„Die Mutter und der Vater sind mit dem Kinderwagen ausgestiegen und wollten die Radfahrer rauslassen. Dann wurden die Türen plötzlich geschlossen und die Kleine blieb alleine im Zug“, schildert Sabine die Szenen. Sie saß zufällig im Zug Richtung Golling und passte auf das Mädchen auf.
Der Vorfall ging nocheinmal gut aus, weil sie mit der kleinen Maya an der nächsten Haltestelle ausstieg und sie den Eltern übergab. „Sie waren so froh, als sie das Mädchen wieder in die Arme nehmen konnten.“
Was bleibt, ist die Kritik am Vorgehen der Bahn: Der betroffene Mitarbeiter entschuldigte sich anschließend noch. Er habe keine Möglichkeit, das Geschehen an den Ein- und Ausstiegen zur Gänze zu beoachten. Neben einer knapp bemessenen Zeit bei den Stopps spiele auch Personalnot mit. Der Lokführer war der einzige ÖBB-Mitarbeiter in der Garnitur.
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