Seit 1976 wird am Dürrnberg ein berüchtigtes Sommerskirennen ausgetragen. Kommenden Samstag fahren Waghalsige in kurzen Hosen und Ruderleiberl auf der Graspiste wieder um die Wette.
Eine gut präparierte Skipiste ist gerade bei warmen Temperaturen das A und O. Verschärfte Bedingungen aber gibt es, wenn die Piste im Hochsommer eine grüne Wiese ist. Am Dürrnberg stürzen sich am Samstag wagemutige Männer und Frauen in kurzen Hosen und Ruderleiberl, in Skischuhen und mit Rennbrettern an den Beinen genau so eine Graspiste hinunter.
Erstmals im Jahr 1976 trug der Sportverein Dürrnberg mitten im Sommer seinen berüchtigten Wiesentorlauf aus. Am Samstag findet dieser zum insgesamt 14. Mal (13 Uhr) statt. Von einer eigens gebauten Rampe katapultieren sich die rund 25 Läufer hinaus aufs Grün. Sechs Tore gilt es zu überwinden. Die schnellste Laufzeit liegt bei rund zwölf Sekunden.
Das Dürrnberger Sommerrennen hat Tradition. Dabei ist es nicht ungefährlich.Gott sei Dank passiert aber nur wenig. Vielleicht auch weil bei uns wirklich nur gute Skifahrer an den Start gehen.

Sebastian Bernsteiner, Obmann SV Dürrnberg
Bild: zVg
Auch Hirscher müsste verhandeln
„Je länger die Veranstaltung dauert, desto schneller wird die Piste“, sagt Sebastian Bernsteiner. „Es ist nicht ungefährlich.“ Bernsteiner ist Obmann des Sportvereins und organisiert den Bewerb. Für die Präparierung der Wiese mit ausreichend Wasser sorgt die Feuerwehr mittels Schlauch.
Dass es beim Rennen zu Stürzen kommt, ist normal. Die vergangenen Male gab es aber keine Verletzungen. „Bei uns gehen nur gute Skifahrer an den Start“, sagt Bernsteiner. Deshalb ist das Starterfeld auch eingeschränkt. Fast ausschließlich Dürrnberger fahren mit, Nachbarn aus Oberau und Hallein dürfen mit Augenzudrücken die Ski anschnallen. Selbst wenn ein Marcel Hirscher anklopft, würde es eng werden. „Dann müssten wir verhandeln“, lacht Bernsteiner.
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