Naturschutzreferentin Marlene Svazek (FPÖ) hat jetzt die Population der Biber in Salzburg erheben lassen. Ihr Fazit: Die Population steigt zu schnell. Es gibt bereits 400 streng geschützte Nager in Salzburg. Jetzt soll ein Managementplan ausgearbeitet werden.
Jetzt geht es in Salzburg dem nächsten per EU-Recht geschützten Tier an den Kragen: Landes-Vize Marlene Svazek (FPÖ) ließ erheben, wieviele Biber aktuell in Salzburg angesiedelt sind. Das Ergebnis: Die Population der Nager wächst schnell. Rund 400 Tiere haben bereits 102 Reviere erobert. Und sie breiten sich weiter aus. Die Zuwachsraten liegen bei rund 30 Prozent. Besonders wohl fühlen sich die großen Nager im Flachgau mit 54 Gebieten.
Svazek will jetzt einen Biber-Managementplan ausarbeiten. Lenkungsmaßnahmen sollen umgesetzt werden. „In der Antheringer Au werden wir dafür sorgen, dass sich die Biber weniger am Rand aufhalten“, so Svazek.
Wo die Lage besonders gefährlich ist, beispielsweise angenagte Bäume umstürzen könnten oder Infrastruktur bedroht ist, sollen in Ausnahmefällen Biber getötet werden. Dass die Biber-Bauten im Hochwasserfall nützlich sein könnten, weil Wasser aufgestaut wird, zweifelt Szazek an. „Es gibt Fälle, wo es erst wegen eines Bibers zu Überflutungen kam.“ Es soll bis Ende des Jahres eine neue Verordnung geben.
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