Kommissar Zufall war in Hallein (Salzburg) erfolgreich! Die Polizei wollte am Samstag eine Frau in ihrer Wohnung befragen, klopfte jedoch an der falschen Tür. Die Beamten staunten, denn dahinter versteckte sich eine Cannabis-Plantage.
Eigentlich wollten Polizisten in Hallein am Freitag eine Zeugin in einer anderen Angelegenheit befragen. Bei der Wohnadresse, einem Mehrparteienhaus, angekommen, stellten die Beamten fest, dass es keine Namensschilder an den Türen gibt. So klopften sie irrtümlicherweise an der benachbarten, falschen Wohnungstüre.
Cannabis-Gewächszelt
Ein 25-jähriger Italiener öffnete die Wohnungstüre. Die Polizisten stellten neben dem Irrtum der falschen Wohnungstüre auch gleichzeitig starken, aus dem Wohnungsinneren strömenden Cannabisgeruch fest. Außerdem konnten sie schon von der Wohnungstüre aus Teile des Wohnbereichs und ein dort installiertes Cannabis-Gewächszelt erkennen.
Bei einer anschließend durchgeführten Hausdurchsuchung konnten insgesamt zehn erntereife Cannabispflanzen, ein weiteres noch originalverpacktes Aufzuchtzeit, zahlreiche suchtmitteltypische Gegenstände wie Pfeifen und Rauchgeräte für den Suchtgiftkonsum sowie Feinwaagen zum Wiegen des Suchtmittels auffinden.
Drogen, Schlagring und Bargeld
Neben diesen Objekten stellte die Polizei zusätzlich eine Gesamtmenge von 270 Gramm konsumfertigen Cannabisblüten und ca. 0,6 Gramm MDMA, eine verbotene Waffe (Schlagring) und Bargeld von rund 1300 Euro sicher. Bezüglich des Geldes besteht der Verdacht, dass dieses durch den Verkauf von Suchtmittel lukriert wurde.
Der Beschuldigte war zum größten Teil geständig. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt und ein Waffenverbot wurde gegen ihn ausgesprochen.
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