Das vierte Kind eines Tiroler Ehepaars wollte nicht bis zur Klinik warten. Die Geburt fand neben der Brennerautobahn A13 statt. Auch für die Sanitäter war das ein besonderes Erlebnis.
Zwei Buben und ein Mädchen hatten sie schon. Nun bekamen Teresa und Christof Senfter aus Mieders Kind Nummer vier. Und dieses konnte es gar nicht erwarten, das Licht der Welt zu erblicken. Am späten Abend des 25. Juni wurde der Rettungswagen Stubai alarmiert, um die Hochschwangere in die Innsbrucker Klinik zu bringen.
„Die Patientin ist zu Fuß eingestiegen und wir konnten einen schönen Transport ohne Komplikationen erwarten“, erinnert sich Notfallsanitäter Florian Schöpf.
Es war eine sehr schnelle Geburt. Gefühlt waren es nur zwei Minuten.
Florian Schöpf
Auf Europabrücke platzte Fruchtblase
Doch dann ging alles ganz schnell. Auf der Europabrücke platzte Teresas Fruchtblase. Spontan entschieden sich die Sanitäter dazu, eine Geburt im Rettungswagen durchzuführen. Bei der Ausfahrt Zenzenhof hielten sie an.
Nach nur wenigen Momenten blickte ihnen auch schon der kleine Emanuel entgegen. „Es war eine sehr schnelle Geburt. Gefühlt waren es nur zwei Minuten“, schildert Schöpf. Da der Säugling die Nabelschnur um den Hals hatte, fand die Abnabelung ebenfalls im Rettungswagen statt.
Plötzlich war die Fruchtblase geplatzt und da wusste ich, dass die Geburt schon unmittelbar bevorsteht.
Teresa Senfter
„Die Mutter war vollkommen ruhig“
Den Eltern spricht Rettungssanitäter Daniel Köll ein großes Lob aus: „Die Mutter war während der gesamten Geburt vollkommen ruhig und nicht gestresst – und auch der Vater war entspannt.“
Wie fühlte es sich für die Mutter tatsächlich an? „Wir hatten schon eine Vorahnung, dass die Geburt an diesem Tag ansteht. Im Rettungswagen auf der A13 bekam ich eine heftige Wehe, kurze Pause und die nächste. Plötzlich war die Fruchtblase geplatzt und da wusste ich, dass die Geburt schon unmittelbar bevorsteht.“
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