Wohnraum für die junge Ortsbevölkerung, Park und Bahnanschluss: Das Areal der alten Glasfabrik in Brunn am Gebirge wird „veredelt“. Dieses Projekt zeigt aber auch, was es dafür vor allem braucht – viel Geduld.
Einen neuen Ortsteil anstelle einer Industrieruine aus dem Boden zu stampfen, bedarf eines langen Atems. Das weiß man wohl nirgends besser als in Brunn am Gebirge. Vor zwei Jahrzehnten war es in dem Ort im Bezirk Mödling mit der alten Glasfabrik vorbei, bald keimte die Idee, auf dem 90.000 Quadratmeter großen Areal Wohnraum zu schaffen. Doch es sollte viele Jahre mit heftigen politische Querelen dauern, bis jetzt der Startschuss für das Projekt „Quartier 21 – die grüne Mitte“ fallen kann.
Jetzt ist es soweit
„Das Land hat nun die Gültigkeit der Flächenwidmung bestätigt“, verkündet Bürgermeister Andreas Linhart (SPÖ) und betont: „Durch die geringe Bebauungsdichte wird es hier viel Grünraum geben.“ Als Beispiel nennt der Ortschef einen 7000 Quadratmeter großen öffentlichen Park. Hauptzweck des neuen Ortsteils sollen aber 580 Wohnungen – die Hälfte davon gefördert – sein, die von Projektbetreibern Wiener Städtische und Neue Heimat geschaffen werden. 10.000 Quadratmeter erwirbt die Gemeinde, um etwa Pflege- und Sozialeinrichtungen zu errichten.
Sogar Bahnstation geplant
„Dass aus einem alten Industrie- und Gewerbegebiet ein moderner, multifunktionaler Ortsteil wird, ist ein Meilenstein für Brunn am Gebirge“, sind Klaus Wiltschnigg von der Wiener Städtischen und Neue-Heimat-Chef Christian Wieseneder überzeugt. Und Christian Schmitzer (Neos), Verkehrsreferent in der Rathaus-Koalition, hebt hervor, dass im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Südbahn sogar eine eigene Schnellbahnstation für das „Quartier 21“ vorgesehen ist.
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