Mit gleich mehreren Schmähs hat ein Wiener einem Verkäufer aus dem Waldviertel ein Auto abgeluchst. Mittlerweile ist sogar der Wagen verschwunden.
Wenn der Autohändler aus dem Bezirk Krems damals gewusst hätte, auf wen er sich da einlässt – er hätte den Wagen wohl lieber behalten. Denn rund ein Jahr später kämpft der Unternehmer noch immer um jene knapp 20.000 Euro, die er für einen gebrauchten BMW überwiesen bekommen hätte sollen.
Gefälschte Dokumente
Der in Wien wohnhafte Interessent hatte damals wohl nur vorgegaukelt, das Fahrzeug auch bezahlen zu wollen und hatte dafür sehr tief in die Trickkiste gegriffen. So soll der Betrüger zunächst mehrmals betont haben, das Auto bar bezahlen zu wollen, um schließlich eine angebliche Finanzierungszusage der Bank vorzulegen. Der gutgläubige Autohändler fiel auf das vermutlich gefälschte Dokument herein und überreichte dem 33-Jährigen die Schlüssel.
Vom Geld sah der Händler jedoch keinen Cent. Anfangs wollte der Waldviertler die Hoffnung nicht aufgeben, schließlich stand er noch regelmäßig telefonisch mit dem Mann in Kontakt, der den Wagen mit einem wohl ebenfalls gefälschten Kaufvertrag sogar anmelden konnte. Er versicherte, den Betrag zahlen oder das Auto zurückgeben zu wollen. Doch nach ein paar Monaten war nur mehr die Frau des Wieners erreichbar. Wie sich später herausstellte, saß dieser nämlich aus anderen Gründen zweieinhalb Monate im Gefängnis.
Anzeige mit Verspätung
Die Chance, zumindest das Auto wiederzubekommen, ist allerdings offenbar völlig zunichte. Denn der BMW ist verschwunden. Der Autohändler hat nun mit deutlicher Verspätung Anzeige erstattet. Die Polizei ermittelt wegen schweren Betrugs.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.