Bewaffneter Banküberfall am späten Freitagvormittag in Innsbruck. Ein maskierter Täter erbeutete Bargeld und ergriff die Flucht. Im Zuge einer großen Alarmfahndung wurden zwei Verdächtige (24 und 32) gefasst. Ermittlungen dazu laufen noch. Brisant: Dieselbe Bank war bereits Mitte April von einem unbekannten Täter überfallen worden.
Zum Überfall kam es gegen 10.45 Uhr. Betroffen war die BTV-Filiale am Innsbrucker Mitterweg im Westen der Stadt. „Ein mit einer Latex-Gesichtsmaske maskierter, bewaffneter Täter hat Bargeld erbeutet und ist im Anschluss geflüchtet“, schildert Polizeisprecher Christian Viehweider gegenüber der „Krone“.
Alarmfahndung: Verdächtige im Visier
Die Polizei leitete sofort eine Alarmfahndung in die Wege. Auch der Polizeihubschrauber kreiste über der Stadt. Im Zuge des Einsatzes konnten zwei Verdächtige (ein 24-jähriger Österreicher und ein vermutlich 32-jähriger Mann, dessen Identität abgeklärt werden muss) angehalten und festgenommen werden, wie der Polizeisprecher ergänzte.
Es wird derzeit noch überprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den angehaltenen Personen und dem Überfall gibt.
Polizeisprecher Christian Viehweider
Ob es einen Zusammenhang zwischen den Personen und dem Überfall gibt, „wird derzeit noch überprüft“. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, die Einvernahmen der beiden Männer waren am Nachmittag im Gange.
Bargeld und Faustfeuerwaffe sichergestellt
Im „Nahbereich des Tatortes“ habe die Polizei eine Tasche mit einer Faustfeuerwaffe, der vermutlichen Täterkleidung und Bargeld auffinden und sicherstellen können. Ob es sich um die gesamte Beute oder nur um einen Teil davon handelt, ist bisher nicht bekannt.
Angestellte kamen mit Schrecken davon
Die Alarm- und Tatortbereichsfahndung sei mittlerweile jedenfalls beendet, hieß es am frühen Nachmittag. Verletzt wurde beim Überfall zum Glück niemand, wie es vonseiten der Polizei bereits am Vormittag hieß.
Bankfiliale bereits im April überfallen
Offenbar steht der konkrete Verdacht im Raum, dass die beiden Männer für mehrere Banküberfälle in den vergangenen Monaten in Tirol verantwortlich sein könnten. Bereits am 16. April war nämlich beispielsweise dieselbe Bankfiliale am Mitterweg überfallen worden. Ein Täter hatte vermummt und mit einer Schusswaffe in der Hand den Schalterraum betreten und eine Mitarbeiterin bedroht. Bei seiner Flucht verlor er einen Teil seiner Beute.
Laut Online-Ausgabe der „Tiroler Tageszeitung“ wurde dabei ein Loch im Maschendrahtzaun eines Sportplatzes in Richtung Innpromenade entdeckt. Genau in jenem Zaun, der damals repariert wurde, wurde nun erneut ein Loch gefunden, hieß es in Bezug auf einen möglichen Zusammenhang.
Mögliche Verbindung zu weiteren Überfällen
Es liege jedenfalls derselbe „Modus Operandi“ bei den beiden Überfällen vor, erklärte LKA-Leiterin Katja Tersch gegenüber der APA. Dies gelte auch für zwei Banküberfälle in Kufstein sowie einen weiteren in Innsbruck seit November des Vorjahres, die bisher ungeklärt blieben. All das sei nun Gegenstand der Ermittlungen, erklärte die Leiterin des Landeskriminalamtes.
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