Der junge Feuerwehrkamerad aus Niederösterreich konnte sein erworbenes Ersthelfer-Wissen in die Tat umsetzen. Er wurde nun für seine Zivilcourage vor den Vorhang geholt.
„Ich bin richtig stolz auf Simon, dass er so toll reagiert hat“, sagt Mutter Maria Michalitz. Und sie ist damit bei weitem nicht alleine. Denn was ihr Sohn heuer im Winter gemacht hat, ist für einen 13-Jährigen alles andere als selbstverständlich. Doch es zeigt bestens, wie jene Grundregeln, die die Burschen und Mädchen schon in jungen Jahren bei der Feuerwehrjugend erlernen, in Fleisch und Blut übergehen.
Arm gebrochen
Bei der Wintersportwoche war damals ein Schulkollege auf der Skipiste gestürzt und hatte sich dabei den Arm gebrochen. Simon hat das mitbekommen und sofort gehandelt. Er wusste, dass er zunächst die Unfallstelle absichern muss. „Das habe ich bei der Feuerwehrjugend gelernt. Wie man das auf der Skipiste macht, habe ich bei den Naturfreunden Ebenfurth erfahren“, so der 13-Jährige.
Weil er selbst kein Handy hatte, rief er einem Kameraden zu, dass dieser den Lehrer kontaktieren solle. Nicht einmal der fehlende Empfang warf den 13-Jährigen aus der Bahn. Er bat seinen Freund stattdessen, direkt zum Lehrer zu fahren und diesen über den Unfall und die Schwere der Verletzung zu informieren. Simon blieb so lange beim Verletzten, sprach mit ihm und kühlte die Hand mit Schnee.
„Und vor allem zeigt es, dass man bei der Feuerwehrjugend etwas lernt, dass man sein ganzes Leben brauchen kann, um sich und anderen zu helfen.
Feuerwehrkommandant Christian Pfeiffer
Im Rahmen der Abschlussfeier der Ebenfurther Mittelschule wurde Simon nun mit einer Urkunde gewürdigt. „Dass die Ebenfuther Mittelschule diese Aktion vor der gesamten Schule im Rahmen der Abschlussfeier dieses Schuljahres mit einer Urkunde würdigt, ist ein besonderes Zeichen dafür, dass man in der Gesellschaft noch Wert auf Zivilcourage und Hilfsbereitschaft legt“, zeigt sich auch Feuerwehrkommandant Christian Pfeiffer stolz.
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