Im Juni nahm die Tiwag Europas größtes Becken in Betrieb, das dafür sorgt, dass das Kraftwerkswasser in konstantem Umfang „zurückgegeben“ wird. Der zehn Hektar große See verschlang 22 Millionen Euro.
Was ein Haiminger Bauer als Vernichtung von wertvollstem Agrargrund bezeichnet, ist objektiv gesehen Rekord: Das sogenannte Schwallausgleichsbecken neben dem Kraftwerk Silz ist das größte seiner Art in ganz Europa.
Das Mega-Projekt ist eine Ausgleichsmaßnahme für die Erweiterung in Kühtai. 40 Jahre lang wurde das im Silzer Krafthaus abgearbeitete Wasser über einen Kanal zurück in den Inn geleitet, die dabei entstandenen Unregelmäßigkeiten des Pegels waren für die Gewässerökologie nicht gerade förderlich. Künftig fließt das Wasser zuerst in das neue Riesenbecken und wird danach in konstantem Umfang in den Inn geleitet.
Wir haben rund 22 Millionen Euro in diese aus gewässerökologischer Sicht wertvolle Maßnahme investiert.
Tiwag-Vorstandsdirektor Alexander Speckle
Schwimmen verboten
„Mit dem neuen Becken gelingt es uns, die schnellen Abflussänderungen auszugleichen“, erläutert Projektleiter Klaus Feistmantl. Die Bauzeit für das neue Bauwerk betrug knapp fünf Jahre. „Wir haben rund 22 Millionen Euro in diese aus gewässerökologischer Sicht wertvolle Maßnahme investiert“, ergänzt Tiwag-Vorstandsdirektor Alexander Speckle.
Der rund zehn Hektar große See auf Stamser Gemeindegebiet ist eingefriedet und darf nicht „beschwommen“ werden. Bei einer Wassertemperatur von unter zehn Grad wäre die Lust ohnehin nicht allzu groß. Erholungssuchende können allerdings die neuen Wege um das Becken nutzen und sich über die Funktionsweise und den Nutzen für die Natur informieren.
Auch wissenschaftliche Delegationen studieren immer häufiger Europas größtes Becken.
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