Die KPÖ hat die Liste für die Landtagswahl fixiert. Auf den umstrittenen Werner Murgg, der nicht mehr antritt, folgen neue Gesichter. Die Umfragen sind gut, das kommunistische Selbstbewusstsein ist groß.
„Wir brauchen uns als KPÖ für den Wahlkampf nicht neu erfinden“, sagt Claudia Klimt-Weithaler selbstbewusst im Gespräch mit der „Krone“. Die Landtags-Klubobfrau, nach einem monatelangen Burn-out wieder voll im Geschäft, führt die Kommunisten im Herbst erneut als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl.
Die Themen sind altbekannt: leistbares Wohnen, hohe Energiepreise, Pflege und Gesundheit, Elementarpädagogik. „Das plakatieren jetzt alle, für uns waren das schon immer wichtige Anliegen“, sagt Klimt-Weithaler. Sie heftet sich auch auf die Fahnen, dass die Landesregierung in den erwähnten Bereichen zuletzt Verbesserungen beschlossen hat.
Der Einzug in den Nationalrat ist realistisch. Das Ergebnis der EU-Wahl war eine positive Überrachung.
Claudia Klimt-Weithaler
Auf Murgg folgt wieder ein Leobner
Eine „Belastung“ fällt für die KPÖ diesmal weg: Werner Murgg, ideologiefester Kommunist mit Hang zu obskuren Reisen nach Nordkorea oder Belarus, wird diesmal nicht mehr antreten. Nummer 2 auf der am Samstag fixierten Landesliste ist mit dem Historiker Jakob Matscheko wieder ein Leobner. Es folgen die Grazer Gemeinderätin Miriam Herlicska und Alexander Melinz, auch aus Graz und Referent im Landtagsklub.
Die Umfragen versprechen der KPÖ Zugewinne (2019 gab’s sechs Prozent). Das Ergebnis der EU-Wahl vor einer Woche (drei Prozent) nennt Klimt-Weithaler eine „positive Überraschung. Zur EU-Wahl geht ja nur eine bestimmte Klientel, dennoch haben wir das bundesweit beste Ergebnis seit 1960 eingefahren.“ Den Einzug in den Nationalrat bei der Wahl am 29. September bezeichnet sie als „realistisch“.
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