MIT 2:3 GEGEN SERBIEN

EM-Traum der Österreicher platzte im Viertelfinale

Fußball International
29.05.2024 22:02

Die Reise von Österreichs U17 bei der EM auf Zypern ist zu Ende. Gegen eiskalte Serben verlor die Mannschaft von Teamchef Martin Scherb im Viertelfinale mit 2:3, muss die Koffer packen. „Die Enttäuschung ist im Moment natürlich riesig, vor allem bei den Spielern“, so der Trainer. „Sie haben Österreich aber wirklich bemerkenswert repräsentiert. Da wird man einige in Zukunft in der A-Nationalmannschaft sehen.“

Die „Krone“ berichtet aus Larnaka

Österreich startete in Larnaka wie aus der Pistole geschossen. Langer Ball auf Oghenetejiri, der Salzburg-Stürmer schloss mit einem Schuss in die lange Ecke ab – 1:0 für Österreich, da waren gerade einmal 26 Sekunden gespielt. Doch Serbien ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, Rankovic stellte kurz darauf auf 1:1 (4.). Ein wilder Start in das Viertelfinale in der AEK Arena und das erste Gegentor für Österreichs Schlussmann Marcel Kurz.

T wie Tor. Eaden Roka und Adejenughure Oghenetejiri feiern dessen Führungstreffer gegen Serbien. (Bild: ÖFB/Tugrul Karacam)
T wie Tor. Eaden Roka und Adejenughure Oghenetejiri feiern dessen Führungstreffer gegen Serbien.

Jedoch kein Beinbruch für die jungen Österreicher, erneut Oghenetejiri, Fidzeu-Tazemeta un Moizi kamen zu Möglichkeiten, scheiterten aber im Abschluss. Nach einer Viertelstunde beruhigte sich die Partie etwas, wurde es ein Match mit K.o.-Spiel-Charakter. Rot-weiß-rot ließ die Serben etwas kommen, stand im 4-3-3-System von Teamchef Scherb sehr kompakt.

Mit diesem Freistoß prüfte Rapids Ensar Music Serbien-Schlussmann Jovanovic. (Bild: ÖFB/Tugrul Karacam)
Mit diesem Freistoß prüfte Rapids Ensar Music Serbien-Schlussmann Jovanovic.

Vorne versuchte man, die schnellen Flügel Moizi und Fidjeu-Tazemeta in Szene zu setzen, vorerst aber ohne Erfolg. Am gefährlichsten wurde Österreich aus einem ruhenden Ball: den Freistoß von Rapids Ensar Music konnte Serbien-Schlussmann Jovanovic aber ohne größere Probleme abwehren (31.), danach setzte Oghenetejiri einen Schuss über das Tor (38.).

Serbien als Meister der Effektivität
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann die kalte Dusche für die Österreicher: Rankovic ließ Music im Strafraum aussteigen, seinen Schuss ins rechte Eck konnte Kurz nicht entschärfen – 1:2 (45.+1). Serbien als Meister der Effektivität, zwei Tore aus zwei Torschüssen, klinischer geht es kaum.

Kurz nach Wiederanpfiff ein erneuter Rückschlag: Cvetkovic überwand Kurz, stellte auf 3:1 für Serbien (55.).

Yanik Spalt aus dem Nachwuchs von Stuttgart lieferte im zentralen Mittelfeld eine starke Leistung. (Bild: ÖFB/Tugrul Karacam)
Yanik Spalt aus dem Nachwuchs von Stuttgart lieferte im zentralen Mittelfeld eine starke Leistung.

Österreich steckte aber nicht auf, warf alles in die Waagschale. Adejenughure traf sehenswert zum 2:3, schnürte wie schon gegen Dänemark einen Doppelpack, hauchte Österreich wieder Hoffnung ein (79.). Am Ende wurde es hitzig, blieb es aber beim 3:2 für Serbien, das im Semifinale steht.

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Wir hatten die Chancen auf das Semifinale. Die Jungs haben bis zum Ende gekämpft. Ich bin stolz auf die Burschen, kann ihnen wirklich keinen Vorwurf machen.

Teamchef Martin Scherb war stolz auf seine Mannschaft.

„Natürlich ist die Enttäuschung riesengroß“, befand Teamchef Scherb. „Wir hatten die Chancen auf das Semifinale. Die Jungs haben bis zum Ende gekämpft. Ich bin stolz auf die Burschen, kann ihnen wirklich keinen Vorwurf machen.“ Kapitän Valentin Zabransky: „Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir haben zu einfache Tore kassiert.

„Konnten Österreich würdig vertreten“
Mit ein bisschen Abstand wird dann auch die Enttäuschung dem Stolz auf die gezeigten Leistungen weichen. Dessen ist sich auch Silvio Zinner, Verteidiger bei Union Berlin, sicher: „Wir konnten Österreich bei einer EM im Viertelfinale vertreten. Das ist der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere.“ 

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