Technologie Made in NÖ

Heimische Satelliten sind im Weltall unterwegs

Niederösterreich
16.05.2024 05:55

Das weite Land setzt auf neue Wege in der Raumfahrt: Wiener Neustadt ist hier federführend bei Ausbildung und Forschung – und das Land investiert kräftig in die wissenschaftliche Zukunft.

Niederösterreich will hoch hinaus. Genauer gesagt, bis ins Weltall. Daher wird hierzulande eifrig in „kluge Köpfe und heiße Forschungsprojekte“ investiert. „Alleine rund 2,85 Millionen Euro in neue Weltraum-Triebwerke und den blau-gelben Satellit CLIMB, den unsere Studierenden 2025 ins All schießen werden“, erklärt Landesvize Stephan Pernkopf. Ganze 200 Satelliten mit niederösterreichischer Technologie sind bereits im All unterwegs.

Landesvize Stephan Pernkopf im Innovation Lab in Wiener Neustadt. (Bild: Anna Schuecker)
Landesvize Stephan Pernkopf im Innovation Lab in Wiener Neustadt.
(Bild: Anna Schuecker)

„Niederösterreich ist am Weg in die Zukunft und geht auch neue Wege in der Raumfahrt. Das sind für sich genommen oft nur kleine Schritte für einen Menschen, aber in ihrer Gesamtheit ein riesiger Sprung für unser Bundesland. Daher ist die Weltraumforschung ein absoluter Schwerpunkt in der Wissenschaft, von dem wir noch viel hören werden“, so Pernkopf.

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Wir werden den von Studenten entwickelten Satelliten CLIMB schon in wenigen Monaten in den Orbit bringen.

Carsten Scharlemann, Fachhochschule Wiener Neustadt

Wiener Neustadt punktet dabei nicht nur in Sachen Ausbildung – mit dem ersten Weltraum-Studiengang Österreichs und bisher über 120 Absolventen an der Fachhochschule (FH), sondern auch mit dem nötigen wissenschaftlichen Know-how.

Die FOTEC, eine Forschungstochter der FH, ist an internationalen Projekten führend beteiligt. Aktuell werden hier umweltfreundliche Raumfahrt-Triebwerke und hybride Antriebssysteme für Satelliten entwickelt.

Diese erhöhen laut Bernhard Seifert, Leiter des Aerospace Engineering Department bei FOTEC, nicht nur die Mobilität und Langlebigkeit von Kleinsatelliten, sondern helfen auch, den Weltraumschrott zu reduzieren. Man sei auch an der Entwicklung von umweltfreundlichen Alternativen für den Raketentreibstoff Hydrazin beteiligt.

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