Zu wenige Wiesen für die 17.000 in Graz lebenden Hunde, utopische Richtlinien für neue und auch Kritik an Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne). Nach einem Hundegipfel in Graz mit Experten soll ein Maßnahmenpaket an die Politik übergeben werden.
Claudia Schönbacher (KFG) hat als Stadträtin auch den Tierschutz im Fokus und ist mit viel Herzblut dahinter. In Sachen Miteinander in der Gesellschaft, Hausverstand im Umgang mit Tieren und artgerechter Haltung ist in Graz aber Luft nach oben. Daher lud die Politikerin zum Gipfel – mit Bezirksjägermeister Stephan Bertuch, Eva Winter (Gesundheitsamt), Experten aus Polizei, Veterinär, Gewässerschutz, Training.
Da kam vieles zutage: So gibt es 17 Hundewiesen in Graz – lediglich drei davon entsprechen der empfohlenen Größe. Von den Quadratmetern her käme das auf 32.000. Wien hat übrigens eine Million Quadratmeter und dazu noch ausgewiesene Freilaufflächen!
Und: Eine Richtlinie, die laut Experten einen – für bebautes Stadtgebiet utopischen – Abstand zu Wohnhäusern vorgibt, würde es künftig unmöglich machen, weitere (für 17.000 in Graz lebende Hunde) Wiesen einzurichten.
Bestehende müssten zudem besser ausgestattet und lärmgeschützt sein. Schönbacher möchte auch, dass mehr zur Bewusstseinsbildung getan wird: Dass Hinterlassenschaften weggeräumt oder Tiere angeleint gehören, ist für viele ein Fremdwort. Zugleich haben viele Halter wie Nichthalter keine Ahnung von Hunden.
Ein Paket wird nun Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, der teils sogar Verhinderung von Maßnahmen vorgeworfen wird, vorgelegt. In deren Büro wird indes betont, dass das nicht stimme und sie eine Tierfreundin sei.
Derzeit läuft noch eine Petition, die Möglichkeiten für glückliche Hunde in Graz und ein besseres Miteinander in der Gesellschaft fordert. Wer sie unterstützen möchte, der Link dazu: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/glueckliche-hunde-graz
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