In Tirol sind aktuell mehr als 20.500 Personen ohne Job beim AMS gemeldet. Besonders groß sind die Zuwächse bei Jungen und bei Ausländern. Gleichzeitig werden händeringend Fachkräfte und vor allem Lehrlinge gesucht.
Das Arbeitsmarktservice (AMS) Tirol meldet für den abgelaufenen April eine Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent. Exakt 20.516 Personen waren zum Stichtag ohne Job – um 11,3 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Zusätzlich befinden sich 2325 Personen in einer AMS-Schulung.
„Quer über alle Branchen Anstieg“
„Die nach wie vor zu hohe Inflation und das hohe Zinsniveau lassen die Arbeitslosigkeit in Tirol quer über alle Branchen weiter steigen. Der Handel und die Baubranche sind davon besonders betroffen“, erklärt Johannes Schranz, stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS Tirol.
Überdurchschnittlich stark gestiegen sei die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen unter 25 Jahren (+26,7 %). Auch Ausländer sind deutlich öfter betroffen. Der Anstieg bei Personen aus Drittstaaten (Anm. nicht EU) lag bei 21 Prozent. Was die aktuelle Statistik auch zeigt: Der Anstieg der Arbeitslosigkeit trifft vor allem Männer und weniger gut ausgebildete Personen.
Mehr als 1200 Lehrstellen zu vergeben
Höhere Arbeitslosigkeit, dennoch Fachkräftemangel – dieses Phänomen zeigt sich vor allem am Lehrstellenmarkt. 1275 Jobs sind laut AMS sofort verfügbar. Dem stehen 368 junge Menschen gegenüber, die aktuell eine Lehrstelle suchen.
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