27.09.2012 16:40 |

Zweite Auflage

Zünftiger Prater: Die "Wiener Wiesn" legt wieder los

Die "Wiener Wiesn", Wiener Version des Münchner Oktoberfests, ist am Donnerstag auf der Kaiserwiese im Prater in die zweite Runde gestartet. Eröffnet wurde sie mit einer Parade: Unter dem Motto "Alt trifft neu" zogen Wiesn-Gastronomen samt ihren Mitarbeitern, Blumenwägen, Pferdekutschen sowie einem Team der MA48 vom Praterstern bis ins Festgelände. Ex-Skirennläufer Hans Knauß schlug das erste Fass an (Bild).

Einen kleinen Vorgeschmack auf die elftägige "Wiener Wiesn" - die heuer um einen Tag länger dauert als noch im vergangenen Jahr - gab es bei einer Pressekonferenz am Donnerstagvormittag. Noch bevor die Veranstalter zu Wort kamen, spielten Die Edlseer und Die jungen Zillertaler auf: Mit dabei auch eine volkstümliche Tanzgruppe, die mit ihren Hebefiguren und Drehungen beinahe die Gläser an den angrenzenden Tischen abräumte.

"Wiener Wiesn" wird von Volksmusik dominiert
"Mit diesem Start haben wir gezeigt, dass die Wiener Wiesn von der Volksmusik dominiert wird", zeigte sich Veranstalterin Claudia Wiesner erfreut. Über 250 Stunden Live-Musik wird es in den kommenden elf Tagen geben. Neben den Edlseern und den jungen Zillertalern sind unter anderem Boney M., die Dorfrocker, Steirerbluat, Jürgen Drews, Marc Pircher und Antonia vertreten.

Insgesamt stehen 99 Konzerte am Programm, die in den drei Festzelten stattfinden. Schunkeln bei freiem Eintritt spielt es jedoch nicht: Für jeden Auftritt muss ein eigenes Ticket gelöst werden. Dies sei eben auch der große Unterschied zum Münchner Oktoberfest, da in Wien sehr bekannte Volksmusiker auftreten, stellte Wiesner fest. In der bayrischen Metropole ist ein Besuch der Bierzelte kostenlos möglich.

Gratis-Alternative "Wiesn-Alm"
Für alle, die nicht zahlen wollen, gibt es aber heuer ebenfalls eine Alternative: Sie können bei freiem Eintritt in der sogenannten Wiesn-Alm verweilen. Dabei handelt es sich um eine Holzhütte, die im Innenbereich mit traditionellen Schmankerln und Bier aufwartet. An der Bar befinden sich mit Kuhfell überzogene Hocker, die Tische sind mit rot-weiß-karierten Tischtüchern überzogen.

Auch die drei Festzelte sind farblich unterschiedlich gehalten: Im Gösser-Zelt sind die Innenräume grün-weiß ausgestattet, im Wojnar's-Zelt zieht sich eine Mischung aus blau-weißen Tönen durch und im Wiesbauer-Zelt hält man sich an die Farben Gelb und Grün. Dort erwartet einen bereits im Eingangsbereich Kulinarisches: Zahlreiche Rohwürste hängen von den Wänden.

"Wollen, dass Brauchtum in Wien nicht verloren geht"
"Wir bieten einfach viele Reize und wollen damit erreichen, dass das österreichische Brauchtum in der Metropole Wien nicht verloren geht", betonte Veranstalter Christian Feldhofer. Neben den traditionellen kulinarischen Schmankerln, wie Schweinsbraten und Stelze wird es aber auch einzigartige Kompositionen geben: Neben dem Wiener-Wiesn-Aufstrich steht auch der "Ochsenleberkäse" auf der Speisekarte, hieß es.

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