Knapp 20 Jahre sorgen zwei Schweden unter dem Banner Friska Viljor für schräge, aber auch zugängliche Indiepop-Sounds, die gerne mit Folkloristik und Elektronik flirten. In wenigen Tagen sind die beiden endlich wieder live zu Gast und bespielen das Wiener Flex.
Dass die Kollegen da oben in Schweden Popmusik verstehen, das wissen wir natürlich. ABBA, Roxette oder Ace Of Base lassen diesbezüglich keine Fragen offen, doch auch im Indiepop-Segment hat der hohe Norden eine besondere Dichte an großartigen Künstlern, die über die Landesgrenzen hinaus dauerhaft für Begeisterung sorgen können. Liebgewordene Stammgäste in österreichischen Konzerthäusern sind schon seit geraumer Zeit die beiden Jugendfreunde Joakim Sveningsson und Daniel Johansson, die seit mittlerweile fast genau 20 Jahren als Duo unter dem Banner Friska Viljor unterwegs sind und ihre Fans mit einer ganz eigenen Auffassung von skandinavischem Pop begeistern.
Von der Straße nach oben
Die enge Band in den mitteleuropäischen Raum entstand bereits früh – Friska Viljor verdingten sich nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Bravo!“ (2006) in Hamburg und Berlin als Straßenmusiker und eroberten sich dort auf rein analogem Weg eine beachtliche Fanbase. Kontakte, gute Songs und eine gewisse Portion Frechheit führten früh dazu, dass das Duo im deutschsprachigen Raum zu einer ernsthaften Konstante wurde. Sveningsson bezeichnet den eigenen Sound schon früh als „Kindermusik mit erwachsenen Texten“. Die Simplizität des Sounds von Friska Viljor darf man aber nicht als vorherrschende Unzulänglichkeit missverstehen – es war schon früh schlichtweg der Versuch, sich vom Gros des Mitbewerbs hervorzuheben.
Ihre musikalische Mischkulanz besteht nicht nur aus nördlicher Folklore, handelsüblichem Indie und elektronischen Versatzstücken, man setzt auch gerne auf Falsettchöre und mengt dem instrumentalen Brei Absonderlichkeiten wie zerbrochene Gitarren, Bläser oder Glockenspiel bei. Inhaltlich geht man dabei durchaus zeitgemäß vor. Vor allem das 2019 erschienene „Broken“ zeigte sich angesichts der prekären Weltlage von einer erschaudernden Düsternis. 2022 veröffentlichte das Duo sein bislang letztes Album „Don’t Save The Last Dance“ und stellt dabei die Hoffnung für die nächsten Generationen in den Vordergrund. Diese Botschaft vermitteln sie aktuell auch auf ihrer Europa-Tour.
Live in Wien
Am 29. April kommen Friska Viljor endlich wieder zu uns, um Österreich-exklusiv im Wiener Flex zu konzertieren. Unter www.ticketmaster.at gibt es noch Karten und weitere Informationen zum Gig mit den kultigen Schweden. Auf eine Mischung aus Hits und neuen Songs darf man sich auf jeden Fall freuen.
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