Christoph Krenn durfte nach knapp vier Wochen zwar schon das UKH Graz verlassen, sein Leidensweg nach dem Sturz beim Europacup-Super-G in Verbier (Sz) ist aber noch nicht zu Ende. Trotz des Verrenkungsbruch im linken Kniegelenk glaubt der Göstlinger an ein Comeback im Skizirkus – es ist nicht sein erstes.
Ein Wadenbeinbruch 2015, eine Bandscheiben-OP, auch der Nacken machte ihm Probleme. Immer wieder kämpfte sich Christoph zurück. „Die letzten Jahre hat es mich schon schwer gebeutelt“, seufzt der Polizeisportler, „immer wenn ich auf einem gutem Weg war, hat es mich erwischt.“
Denn auch diesen Winter zeigte der 29-Jährige Speed-Spezialist, dass er einen Platz im ÖSV-Team und bei Ausrüster Augment verdient hat: Beim Weltcup-Super-G in Kvitfjell belegte er den starken 15. Rang, im Europacup holte er je zwei Podestplätze in Abfahrt und Super-G im Europacup. „Und in Verbier hatte ich auch die Zwischenbestzeit“, wirft Christoph ein.
Ehe es ihn erwischte: „Ich hab mir das Video jetzt schon ein paar Mal angeschaut. Es war ein normaler Innenskifehler.“ Der ihn mit 100 km/h ins Netz schoss.
Im UKH Graz – wo u.a. auch Max Franz und Matthias Walkner behandelt wurden – haben die Spezialisten der Schienbeinkopf mit Schrauben und Platte fixiert, Teile der Bänder wurden auch schon wieder hergestellt. „Aber ein, zwei Eingriffe wird es noch brauchen.“ Doch damit kann Krenn leben. Denn er hat einen Plan: „Mein Ziel ist, dass ich wieder zurückkomme und so geile Schwünge in Schnee ziehen werde wie zuvor!“
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