Vor Jahrzehnten war es eine beliebte Passion: das Sammeln von Briefmarken. Nun will man wieder Junge dafür begeistern.
In Zeiten des digitalen Schriftverkehrs haben die Briefmarken massiv an Bedeutung verloren. Und auch ihre Sammler sind immer rarer geworden. „Zu Spitzenzeiten hatten wir an die hundert Mitglieder“, erinnert sich Hermann Possarnig, Obmann vom Kärntner Briefmarken-Sammelverein. Heute zählen die Liebhaber nur noch halb so viele Vereinsmitglieder. Daher wollen Possarnig und seine Freunde die Jugend wieder für das seltene Hobby begeistern.
Bei den Sammlern steht nicht der Gedanke, wer die meisten Marken hat, im Fokus, sondern: „Jeder hat quasi ein Spezialgebiet. Die einen sammeln nach Ländern, die anderen sammeln Motive wie Blumen oder Autos“, sagt Possarnig im Gespräch mit der „Krone“. Der Vereinsobmann selbst hat eine beachtliche Sammlung rund um den ehemaligen Bundespräsidenten Karl Renner.
Und diese Leidenschaft soll der Jugend weitergegeben werden: „Wenn jemand Interesse zeigt, den unterstützen wir freilich.“ Denn wer einen ersten Aufnahmetest schafft, der wird von den Sammlern gleich mit einigen Marken und einem Album ausgestattet.
Die Briefmarken- , Münz- und Ansichtskartenbörse findet am Sonntag ab 8 Uhr im Robert Musil-Gemeindezentrum im Klagenfurter Stadtteil St. Ruprecht statt.
Für Interessierte wartet bei der Briefmarken-, Münz- und Ansichtskartenbörse in Klagenfurt ein ganz besonderes Schmankerl: Die Vereinsmitglieder haben eine eigene Jugendecke eingerichtet, denn „man erlebt mit den Marken die ganze Welt. Sie tragen sehr viel zum Allgemeinwissen bei. Man lernt Geschichte und viele andere Dinge.“ Wer will, kann den Test vor Ort machen!
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