Am 11. Mai 2004 wurde Rupert Dworak zum Stadtchef von Ternitz im Bezirk Neunkirchen gekürt. Auf den Tag genau 20 Jahre später tritt er zurück.
Ein Urgestein der politischen Landschaft Niederösterreichs tritt ab. 36 Jahre Gemeindratsmitglied, 13 Jahre Stadtrat, 20 Jahre Bürgermeister von Ternitz im Bezirk Neunkirchen – Rupert Dowrak (SPÖ) hat in dieser Zeit viel erreicht. „Ternitz wurde zu einer Schulstadt, die lokale Wirtschaft und Infrastruktur wurden gestärkt, ein Pflegeheim sowie Kindergärten mit lückenloser Ganztagesbetreuung errichtet, ebenso ein neuer Bahnhof“, zieht der scheidende Bürgermeister Bilanz.
Nicht leichtfertig sei sein Entschluss gewesen, aber nach Beratungen mit seinem Team und auch die Tatsache, dass seine Frau seit kurzem in Pension sei, habe ihm die Entscheidung leicht gemacht. „Ich habe bemerkt, dass die Akkus schneller leer werden und es mit zunehmendem Alter immer länger dauert, sie wieder aufzuladen“, schildert der 62-jährige zweifache Familienvater.
Mit Rupert Dworak tritt ein Konsenspolitiker zurück, der sich immer lösungsorientiert für die Gemeinden eingesetzt hat.
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau
Samwald soll übernehmen
Auf Dworak soll sein derzeitiger Vizebürgermeister Christian Samwald folgen. Dieser tritt somit in die Fußstapfen seines Vaters Franz Samwald, der von 1974 bis 1993 Bürgermeister von Ternitz war. Vizebürgermeister wird der jetzige Finanzstadtrat Peter Spicker.
Worauf sich Dworak nach seiner Polit-Karriere freut? „Darauf, dass ich keine nächtlichen Termine mehr, dafür mehr Zeit für Hobbys habe“, so der baldige Altbürgermeister, der noch bis 2026 als Präsident des SPÖ-Gemeindevertreterverbandes gewählt ist. Wann es auch da einen Rückzug geben wird, ließ Dworak offen.
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