Damit rechnen Tierhalter wohl nicht unbedingt: Eine Tirolerin (25) war mit der Betreuung ihres kranken Vierbeiners offenbar überfordert, ein Prozess wegen Tierquälerei folgte.
Die Ermittlungen kamen durch eine Tierpension ins Rollen: Die Hündin – ein eigentlich stattlicher American Staffordshire Terrier – war im September stark abgemagert. „Statt der angemessenen 25 kg brachte ‘Mona‘ nur noch rund 16 auf die Waage“, sagte eine Zeugin.
Tierarzt-Besuche zeugen von Verantwortung
Richter Andreas Mair urteilt, der Angeklagten sei der Vierbeiner nicht „völlig egal“ gewesen: „Sie waren ja im angeklagten Zeitraum von Jänner bis Oktober 2023 zumindest sechsmal beim Tierarzt.“ Im Laufe der Verhandlung bestätigte ein Veterinärmediziner, dass die Rasse besonders empfindlich sei, was Ernährung und Durchfall betreffe.
Krankheit kam dazu
„Das Tier hatte zusätzlich noch eine Bauchspeicheldrüsen-Unterfunktion“, schilderte der einvernommene Tierarzt. Das heiße schlicht und einfach, dass die Nahrung nicht adäquat verdaut werden könne. „Man muss deshalb Enzyme zum Futter mischen“, so der Veterinär. Das habe die Angeklagte seines Wissens getan. Zu geringe Mengen? Zu wenig regelmäßig? Dies konnte nicht geklärt werden.
Mona ist nun in Osttirol. Ich weiß nicht, wie es ihr derzeit geht.
Die Angeklagte
Die 25-Jährige wurde letztlich rechtskräftig freigesprochen. Sie hält ihre Hundeanschaffung nun für einen Fehler. „Mona“ überlebte übrigens, ist irgendwo in Osttirol. „Ich weiß nicht, ob es ihr gut geht“, murmelte die Angeklagte.
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