Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit wurde in Ehenbichl bei Reutte das neue Pflegeheim mit 62 zusätzlichen Plätzen dem Pflegeverband der Außerferner Gemeinden übergeben. Allerdings heißt das nicht, dass es bald voll genutzt werden kann.
Im Bezirk Reutte musste in der Pflege etwas geschehen, das Außerfern war unterversorgt. Und akrat brachte der Pflegeverband mit seinen 37 Gemeinden eine Lösung zustande: Das Pflegeheim Ehrenberg im Krankenhausareal in Ehenbichl sollte um 62 neue Betten erweitert werden. Der Spatenstich des gewaltigen Baukörpers, den die WE (Wohnungseigentum) nach gewonnenem Bauträgerwettbewerb errichtete, erfolgte im Juli 2022. Nach nur eineinhalb Jahren feierte man am Mittwoch die Fertigstellung des „Hauses Sintwag“ mit der symbolischen Übergabe an den Verband.
Trotz aktueller Lage Kostenplan eingehalten
„Wir sind kein Heim, sondern ein DaHeim“, philosophierte Standort-Bürgermeister Wolfgang Winkler sichtlich gut gelaunt wie auch alle Partner. Mehrfach wurde betont, dass das Zusammenwirken aller Zahnräder besonders gut und in einem freundlichen Miteinander funktionierte. WE-Direktor Walter Soier sprach von „viel Herzblut“ und dass der enge Kostenrahmen von 14 Mio. Euro trotz der bekannten Probleme eingehalten wurde.
Verbandsobmann Hanspeter Wagner: „Wir können wirklich stolz sein, immerhin sprechen wir von einer Gesamtinvestition von rund 21 Millionen Euro.“ Im selben Atemzug wurde nämlich auch in den benachbarten Bestand kräftig investiert, etwa in den Campus der Pflegeschule oder in weitere Dienstwohnungen.
„Brauchen 70 bis 80 weitere Mitarbeiter“
Die müssen allerdings erst benötigt werden, denn die 62 neuen Pflegeplätze können nur schrittweise besetzt werden. „Wir brauchen in etwa 70 bis 80 weitere Mitarbeiter“, erläutert Katharina Storf, Leiterin des Pflegedienstes, „wann die volle Kapazität ausgeschöpft werden kann, weiß ich beim besten Willen nicht.“ Zurzeit sind unter anderem fünf junge Menschen aus Spanien in Ausbildung. Man müsse alle Möglichkeiten der Mitarbeitergewinnung nutzen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.