Koralmbahn

ÖVP Graz nimmt die Bürgermeisterin in die Pflicht

Steiermark
19.01.2024 15:39

Als „Jahrhundertchance für Graz“ sieht die ÖVP Graz die geplante Inbetriebnahme der Koralmbahn im Dezember 2025. Doch die Stadträte Riegler und Hohensinner kritisieren, dass die Stadtregierung „passiv bis planlos“ agiere und fordern mehr Initiative der Bürgermeisterin. Diese wehrt sich.

Mit der geplanten Inbetriebnahme der Koralmbahn Ende 2025 rücken die Steiermark und Kärnten und deren Hauptstädte näher zusammen. Als „Jahrhundertchance“ für die Weiterentwicklung der Stadt sehen die Grazer VP-Stadträte Kurt Hohensinner und Günter Riegler dieses Verkehrsprojekt.

„Passiv bis planlos“
Doch bei einer Pressekonferenz am Freitag orteten sie einmal mehr Versäumnisse der Stadtregierung. Unter „kommunistischer Führung“ agiere die Stadt diesbezüglich „passiv bis planlos“.

Und sie legen einen Forderungskatalog vor: So gelte es etwa eine gemeinsame Öffi-Karte für beide Bundesländer anzugehen, Kooperationen bei Wissenschaft, Forschung, Tourismus und kommunalen Betrieben auszubauen, und Graz für betriebliche Ansiedlungen attraktiver zu machen: „Wenn man so weitermacht, besteht die Gefahr, dass Graz im Wettrennen der Regionen der Verlierer sein wird.“

Öffi-Netz schneller ausbauen
Vor allem fordern die beiden auch, das Grazer Öffi-Netz schnell weiter auszubauen: „Die Wirtschaftskammer erwartet ein Pendler-Plus von 35 Prozent, die müssen ja auch in der Stadt verteilt werden“, rechnen Hohensinner und Riegler vor.

Kahr: „Gespräche laufen“
Im Büro von Bürgermeisterin Elke Kahr betont man, dass man im Austausch mit Kärnten sei und es im April das nächste Gespräch mit dem Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider gebe: „Die Bürgermeisterin sieht ihre Rolle aber als eine unterstützende: Es gibt zahlreiche Initiativen und Kooperationen, diese werden forciert und begleitet.“

Doch genau diese „unterstützende" Haltung ist den VP-Stadträten zu wenig: „Das Thema ist zu wichtig, als dass man es an die Verwaltungsebene delegieren kann. Es ist höchste Eisenbahn, dass Bürgermeisterin Kahr persönlich aktiv wird. Es gilt, das Beste für Graz herauszuholen.“

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