Hohe Ausgaben

Trotz Spenden-Rekord: Tierschützer in Kostenfalle

Niederösterreich
09.01.2024 06:05

Das größte Tierheim des Landes blickt vor allem finanziell auf ein äußerst turbulentes Jahr voller Höhen und Tiefen zurück. So gab es im ersten Halbjahr 2023 bereits so viele Ausgaben wie im gesamten Jahr davor.

Erschreckende Animal-Hoarding-Fälle, eine Kosten-Explosion bei der medizinischen Betreuung, seltene Schützlinge wie ein junger Berberaffe, aber auch ein enormer Anstieg von Spendengeldern: Es war ein Jahr der Extreme, auf das die Mitarbeiter von Tierschutz Austria in Vösendorf zurückblicken können.

Vor allem finanziell glichen die vergangenen Monate einer Achterbahnfahrt. So erreichten die Ausgaben in der größten Tierschutz-Einrichtung im Land vor allem wegen der Energiepreise bereits im Juli jene Summe, die 2022 noch für das komplette Jahr gereicht hatte. Die hohen Stromkosten machten sich aber auch auf andere Art bemerkbar. So mussten im Vorjahr außerordentlich viele exotische Tiere aufgenommen werden. „Viele Menschen können oder wollen sich solche Tiere nicht mehr leisten“, vermutet Tierschutz-Austria-Sprecher Jonas von Einem.

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Das gesamte Team in Vösendorf hat im vergangenen Jahr Unglaubliches geleistet und viel Gutes bewirkt.

Jonas von Einem, Tierschutz Austria

Doch zum Glück erreichten nicht nur die Ausgaben ein Rekord-Niveau: Mit Spenden von rund 2,3 Millionen Euro wurde ein Anstieg um mehr als 50 Prozent erzielt. „Auch die Sachspenden sind stark gestiegen. Allein die Christkindaktion hat einen Gegenwert von rund 130.000 Euro erzielt“, so von Einem. Das ist ein Anstieg um 60.000 Euro im Vergleich zu 2022.

4500 Tiere versorgt
Freilich hatten die Mitarbeiter nicht nur mit den Finanzen alle Hände voll zu tun. Rund 4500 Tiere wurden im Vorjahr versorgt, knapp 2000 konnten in ein neues Zuhause vermittelt, weitere 1000 in die Natur ausgewildert werden. Aktuell werden 1500 Tiere in Vösendorf versorgt, viele davon Jungtiere. Besonders in Erinnerung blieb die Abnahme von 33 Katzen in Mödling, die selbst das größte Tierheim Österreichs an die Grenzen brachte, aber auch jene eines einjährigen Berberaffen.

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