„Hades“, eine österreichische Actionkomödie, läuft ab sofort im Kino. Die „Krone“ sprach mit dem Hauptdarsteller-Paar Anoushiravan Mohseni und Alma Hasun.
„Krone“: Wie ist „Hades“ zustande gekommen?
Anoushiravan Mohseni: Ich habe mit meinem Freund Thomas jahrelang darüber gesprochen, dass ich gerne ein Drehbuch schreiben würde und seine Hilfe dabei brauche. Wir haben das ein, zwei Mal eingereicht, es wurde sofort abgelehnt. Die haben gesagt, das ist zu brutal. Wir sollen ein bisschen Humor dazugeben. Thomas hat leider überhaupt keinen Humor. Dann habe ich den Horst-Günther Fiedler kennengelernt, und der hat sehr viel Humor reingeholt. Es ist eine Gangsterkomödie geworden.
Sie hatten nicht nur die Idee, sondern Sie spielen auch die Hauptrolle.
Mohseni: Ich habe immer gesagt, wenn wir den Film machen, würde ich auch gerne selber mitspielen, weil ich glaube, niemand kann die Hauptfigur Reza so gut spielen wie ich. Es wurden trotzdem einige Schauspieler gecastet, aber am Ende ist man doch auf mich zurückgekommen.
Sie hatten aber auch schon andere Rollen.
Mohseni: Das war mein zehnter Kinofilm. Ich habe im Iran schon sieben Kinofilme gemacht. Mein größter in Österreich war „Taktik“ mit Harald Krassnitzer. Aber das ist jetzt meine Champions League.
Frau Hasun, was hat Sie an der Rolle der Beatrice, Rezas Freundin, gereizt?
Hasun: Als ich das Drehbuch gelesen habe, hatte ich gleich den Gedanken: Das hat eine hohe Emotionalität. Und das heißt, ich kann da als Schauspielerin ordentlich was geben
Welcher war der anstrengendste Drehtag?
Hasun: Für mich war ziemlich anstrengend, als ich, glaube ich, zehn Käsekrainer in zwei Stunden essen musste in einer Szene am Würstelstand. Da war ich körperlich am Limit.
Mohseni: Es gab eine Szene, in der ich auf einem Moped fuhr, und mir wurde ständig kaltes Wasser von oben auf den Kopf geleert. Ich bin fast erfroren, hatte drei Stunden nasse Socken. Und bei ein paar Kampfszenen habe ich einige Male feste Schläge in den Kiefer bekommen, das war zusätzlich zu einem langen Drehtag selbst für mich anstrengend.
Sie haben alle Action-Szenen selber gemacht?
Mohseni: Ja, meine Action-Szenen habe ich selbst gedreht. Wir hatten aber auch Stuntmänner am Set. Die Choreografien für die Kämpfe kamen von mir, ich habe diese mit dem Team besprochen, und wir haben gemeinsam geübt, damit sich niemand verletzt.
Es gibt ja nicht so viele Frauenfiguren in dem Film. Warum war es besonders wichtig, dass diese Charaktere glaubwürdig sind?
Hasun: Das habe ich natürlich für mich überprüft. Was ist das für eine Frau? Und ist das jetzt eh nicht so ein Klischee? Und ich fand dann aber eben, dass die Beatrice durch ihre Klugheit und durch ihren Witz und ihren Mut so viel mitbringt, das fand ich wahnsinnig wichtig. Und auch, dass sie auf Augenhöhe mit Reza ist. Gerade in so einem Film, der in einem männerlastigen Milieu spielt.
Mohseni: Jeder weibliche Charakter in dem Film ist eine starke Frau. Die Mama von Beatrice und die Mama von Reza zeigen Präsenz und Stärke und weisen Reza immer wieder in die Schranken.
Ich will Jugendlichen mittels einer Komödie zeigen, dass Kriminalität der falsche Weg ist. Das ist meine Botschaft.
Hauptdarsteller Anoushiravan Mohseni
Der Film endet mit einem Cliffhanger - wird es einen Teil 2 geben?
Mohseni: Wir werden sehen, was die Zuschauer sagen. Wir würden gerne einen zweiten Teil machen.
Was ist die Botschaft, die Sie den Zuschauern durch den Film mitgeben wollen?
Mohseni: Ich will den Jugendlichen mittels einer Komödie zeigen, dass Kriminalität der falsche Weg ist.
Herr Mohseni, wie geht es nun bei Ihnen weiter? Was wäre Ihre Traumrolle?
Mohseni: Ein österreichischer James Bond. Dieses Land hat noch keinen Actionstar! (lacht)
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