Reiche Ernte, Exporte

So steht es um Österreichs Lebensmittelversorgung

Österreich
17.11.2023 09:22

Die Einkaufsmengen der Haushalte bei Nahrungsmitteln gingen im 1. Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent zurück und liegen damit leicht unter dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie.

Dies wird hauptsächlich auf teuerungsbedingte Faktoren zurückgeführt. Verbraucher kaufen vermehrt bei Diskontern und Supermärkten ein, anstatt auf Direktvermarkter oder den Fachhandel zurückzugreifen, so Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) im „Bericht zur nationalen Lebensmittelversorgungssicherheit“. 

„Wir sehen das die Absätze an Qualitätslebensmittel sinken und der Dschungel an Handelseigenmarken wächst“, so der Minister. Insbesondere beim Fleischkonsum zeigt sich eine gewisse Zurückhaltung der Verbraucher beim Kauf hochpreisiger Produkte.

Lebensmittelversorgung in Österreich gesichert
Der Landwirtschaftsminister betonte, dass die Lebensmittelversorgung in Österreich gesichert ist. „Die Lebensmittelproduktion und der Lebensmittelhandel in Österreich funktioniert ohne Störungen. Die hohen Energiekosten, die damit verbundenen Steigerungen der Produktions- und Inputkosten und vor allem die Inflation wirken aber nach wie vor entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, erklärte Totschnig.

Ernte liegt über Vorjahresniveau
Zur heurigen Ernte meinte er, dass die Getreideproduktion (ohne Mais) auf rund drei Millionen Tonnen geschätzt wird. Sie liege damit - durch höhere Erträge und größerer Anbaufläche - über dem Vorjahresniveau. „Die prognostizierte Gesamtproduktion mit Mais wird 2023 mit 5,36 Millionen Tonnen das Vorjahr übertreffen“, so der Landwirtschaftsminister.

Die Lebensmittelproduktion und der Lebensmittelhandel in Österreich funktioniert ohne Störungen. (Bild: ©Edler von Rabenstein - stock.adobe.com)
Die Lebensmittelproduktion und der Lebensmittelhandel in Österreich funktioniert ohne Störungen.

Agrarwirtschaft produziert mehr, als verbraucht wird
Ein Blick auf den Selbstversorgungsgrad zeigt, dass Österreichs Agrarwirtschaft zum Teil deutlich mehr produziert als hierzulande verbraucht wird. Bei Trinkmilch liegt der Selbstversorgungsgrad bei 178 Prozent, bei Rind- und Kalbfleisch sind es 147 Prozent und bei Schweinefleisch 108 Prozent. Bei Wein beträgt der Versorgungsgrad hundert Prozent.

Mehr verbraucht als produziert wird bei Kartoffeln (90 Prozent) und bei Getreide (87 Prozent). Wobei gerade beim Getreide die Zahl jährlich schwankt, stark abhängig von der Witterung. Beim Getreide ist auch Futtergetreide eingerechnet.

 krone.at
krone.at
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.



Kostenlose Spiele