01.11.2023 21:00

Staatssekretär Tursky:

„Künstliche Intelligenz hat Reden geschrieben!“

Im Talk mit Katia Wagner auf krone.tv überrascht der Digitalisierungs-Staatssekretär Florian Tursky (ÖVP) mit dem Bekenntnis, dass er selbst schon öfter mit künstlicher Intelligenz experimentiert habe: „Ich habe mir schon Reden und meinen Lebenslauf schreiben lassen!“ An einer Stelle lag die künstliche Intelligenz allerdings grundlegend falsch…

Die Rede, die er dann auch als Spezialbotschafter für die Digitalisierung der UN gehalten habe, sei gut angekommen. Er habe nach der Rede allerdings aufgelöst, dass nicht er, sondern ein Software-Programm den Text verfasst habe. Tursky habe sich auch seinen Lebenslauf erstellen lassen. Das Fazit? „Der war gut! Allerdings zu gut: denn dort stand auch, dass ich verheiratet bin und zwei Kinder habe. Da weiß die KI mehr als ich …“, schmunzelt der Staatssekretär.

In Österreich viele gute KI-Köpfe
Bernhard Moser, der Präsident der KI-Plattform ASAI, sieht in Österreich viel Potential für die Entwicklung von künstlicher Intelligenz, wenngleich wir noch kein „KI-Land“ wären. Vor allem in der Grundlagenforschung hätte Österreich viele „versteckte Champions“. „Wir sind ein tolles Land. Das sollte man nützen“, ist sich Moser sicher.

Forscher: „Wir haben KI verschlafen“
Der renommierte KI-Forscher, Günter Klambauer, sieht die bisherige Entwicklung in Österreich kritisch: „Wir haben bisher KI verschlafen“. Zwar seien die Voraussetzungen aufgrund der vielen guten Köpfe hierzulande gut, dennoch hätte man viel mehr tun müssen. Seine Prognose für die nächsten Jahre? „KI wird in allen Bereichen eine Rolle spielen und für Veränderungen sorgen. Wir müssen darauf gewappnet sein!“, sagt der Professor an der JKU in Linz.

„Menschen wissen nicht mehr, was echt ist und was nicht“
Was viele Menschen besorgt, sind sogenannte „Deep Fakes“, also mittels KI generierte Menschen, die einem zum Beispiel auf den sozialen Netzwerken begegnen können. Die Social-Media-Expertin Lisa Sophie Thoma glaubt, dass man sich durch Bildung schützen könne. Dennoch sehe sie „sehr, sehr viele gesellschaftspolitische Risiken, weil die Menschen nicht mehr unterscheiden können, was echt ist und was nicht“.

Wovor der Staatssekretär warnt
Dem stimmt auch Staatssekretär Tursky zu. In der Vergangenheit habe man darüber informieren muss, dass man Fremden, die an der Haustüre klopfen, nicht unbedingt glauben sollte. Jetzt müsse man darüber aufklären, dass eine SMS oder ein Video auch ein „Fake“ sein kann. „Man darf nicht mehr alles glauben, was man sieht“, warnt Florian Tursky.

Den ganzen Talk sehen Sie oben! „Katia Wagner - der Talk“ sehen Sie jeden Mittwoch um 20.15 Uhr auf krone.tv. Diskutieren Sie mit und schalten Sie ein!

explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele