Der Flughafen Graz schreibt nach der Delle durch die Corona-Pandemie wieder schwarze Zahlen. Entgegen den Erwartungen konnte das Vorjahr schon mit einer „knappen schwarzen Null“ abgeschlossen werden. 2023 sehe noch besser aus: Schon Anfang Oktober habe man die 561.535 Fluggäste vom Vorjahr erreicht.
Holding Graz-Vorstand Wolfgang Malik zufolge sei der Airport „leicht im Steigflug“. „Der Sommer ist sehr gut verlaufen“, zog Co-Geschäftsführer Wolfgang Grimus Bilanz. Die Destinationen Berlin und Hamburg „brachten einen ordentlichen Schub bei den Passagierzahlen“ und dürften sich auch auf die heimische Hotellerie ausgewirkt haben. Die Nächtigungen aus Norddeutschland wurden seit Mai, als die Direktverbindungen in den Plan gekommen waren, in der Grünen Mark um rund 41 Prozent gesteigert, jene aus dem Raum Berlin um 18 Prozent, wusste Grimus.
30 Prozent mehr Passagiere
Seit Jahresbeginn zähle man heuer bereits rund 590.000 Passagiere. Bis man die Million von 2019 wieder erreiche, werde es noch ein oder zwei Jahre dauern, meinte der Geschäftsführer. Besonders die Geschäftsreisen würden noch hinterherhinken. Das Verhältnis zwischen Linie und Touristen liege derzeit bei 75 zu 25, vor der Pandemie sei es bei etwa 85 zu 15 gewesen. Insgesamt liegen die Passagierzahlen etwa 30 Prozent über dem Vorjahr.
Kommt Koralmbahn-Anbindung doch?
Neuigkeiten vermeldeten der Holding-Vorstand sowie Löschnig in Sachen Koralmbahn-Anbindung: Eine eigene unterirdische Haltestelle im Verlauf der Koralmbahn sei zwar weiterhin noch nicht in Aussicht, doch es liefen bereits Gespräche über angedachte Interregio-Züge. Diese sollen von Süden über die Koralmbahn kommend beim Cargo Center ausschleifen und dann auf der Südbahnstrecke unter anderem an der bestehenden Haltestelle Flughafen stoppen. Von dort sind es nur etwas mehr als 300 Meter bis zum Flughafen.
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