Die Zeit verfliegt nur so bei der langen Nacht der Museen. Man hätte einen fliegenden Teppich gebraucht für die Pracht der 23. Museumsnacht, vor allem in der Landeshauptstadt.
Doch auch gut beschuht kommt man auf seine Kosten in Klagenfurt. Hier ist der Treffpunkt Museum vor dem Stadttheater zentrale Anlaufstelle für alle Nachtschwärmer, die ausschwärmen wollen. Samstag sind es viele, und vor allem den Kindern ist die Neugierde ins Gesicht geschrieben. „Voll cool“ ist sich das verwegene Freundestrio in der Stadtgalerie einig, wo „Es spukt?“. Derlei lassen die jungen Geisterjäger zwar nicht gelten, rücken bei manchen Bildern dann aber doch mit großen Augen verdächtig nahe aneinander.
Nichts für schwache Nerven
Gänsehaut ist auch im Reptilienzoo Happ garantiert, der stets zu den gefragtesten Stationen der ORF-Langen Nacht der Museen zählt. Sich eine Würgeschlange um den Hals wickeln, einer Königskobra ins Auge schauen, mit Vogelspinnen kuscheln, oder bei Fackellicht durch den Sauriergarten wandern, ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Wie gut, dass man diese auf vielfältige Art und Weise beruhigen kann. Mit basteln zum Beispiel samt bärigem Spaß im Napoleonstadel.
Hier baut man sich ein Haus aus Gummibärchen, die, pssssst, nicht verraten, auch allzu gerne vernascht werden. Futter für den Geist, das findet man vielerorts, sei es im kärnten.museum, das Wissensvermittlung mit Unterhaltung serviert, oder im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) bei den Raum und Geist füllenden Werken des Kärntner Malers Eric Kressnig. Doch im Mali Schachmuseum hört man die Synapsen geradezu schnurren, auch beim Malen von Schachbildern. Und was bleibt nach vielen, kurzweiligen Stunden des Staunens und Entdeckens? Vorfreude auf das nächste Jahr!
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