Am Wolfgangsee

Suche nach vermissten Paddler (23) beendet

Oberösterreich
20.08.2023 13:30

Vor St. Wolfgang im Salzkammergut lief noch die ganze Nacht auf Sonntag die große Suchaktion nach einem vermissten jungen Urlauber. Der Wassersportler soll am Freitagnachmittag vor den Augen mehrerer Zeugen untergegangen sein. Die Such- und Bergungsaktion ist wegen der Tiefe des Wolfgangsees an dieser Stelle nicht unproblematisch. Jetzt wurde die Suche eingestellt.

Bis in die Nacht hinein wurde am Samstag mit Schleppsonar, das in der Nacht besser arbeitet, versucht, die Leiche zu finden. Ohne Erfolg. Es war die zweite Nacht in Folge, in der nach dem 23-jährigen Polen gesucht wurde. Per Schleppsonar war eine verdächtige Stelle identifiziert worden. Als die Taucher dorthin kamen, fanden sie aber nur einen Baumstamm. Und weil die Sicht im See derzeit nur etwa einem Meter liegt, ist die Suche äußerst schwierig: „Der Vermisste müsste direkt vor uns auftauchen, ansonsten schwimmen wir an ihm vorüber“, sagen die Spezialtaucher, die in bis zu 80 Metern Tiefe im Einsatz waren.

Viele Taucher vor Ort
Zeugen hatten am Freitag gegen 14.30 Uhr Alarm geschlagen, nachdem ein Wassersportler von seinem Stand-up-Paddle in den See gestürzt, kurz um Hilfe gerufen hatte, dann untergegangen und nicht mehr aufgetaucht war. Eine Rettungsaktion war nicht erfolgreich, bzw. konnte der Vermisste nicht mehr gefunden werden. Die Einsatzkräfte mussten davon ausgehen, dass der 23-jährige Pole im See versunken war. Daher wurden auch die Taucher der Feuerwehr - auch jene aus Salzburg - und der Wasserrettung an die Einsatzstelle beordert.

Die Wasserrettung Salzburg verfügt über einen speziellen Unterwasserroboter. (Bild: Wasserrettung Salzburg)
Die Wasserrettung Salzburg verfügt über einen speziellen Unterwasserroboter.

Ab 40 Metern wird‘s kompliziert 
Sorgen bereitete den Helfern die Tiefe des Sees an jener Stelle, an der man vermutete, dass der Paddler untergegangen war: bis zu 80 Meter! Denn die Einsatztiefe von Feuerwehrtauchern, die mit „normaler“ Pressluft ins Wasser gehen, ist mit maximal 40 Metern begrenzt. Darunter steigt das Risiko für die Helfer rasch an. Ab 57 Metern wird der Sauerstoff in den Atemflaschen sogar toxisch, und es droht eine Sauerstoffvergiftung. Ab einer Tiefe von 40 Metern sind nur noch Froschmänner aktiv, die in „technischem Tauchen“ ausgebildet und mit Atemgasen wie etwa Trimix - eine Mischung aus Sauerstoff, Helium und Stickstoff - ausgerüstet sind. Die Wasserrettung Salzburg hat auch einen Unterwasserroboter, der für die Suche infrage kommt.

Rettung aus Donau gelang
Gut ging dagegen die Rettung eines gekenterten Kajakfahrers (76) auf der Donau bei Puchenau westlich von Linz aus. Der Linzer war durch Wellen eines Schubschiffes umgeworfen worden. Zeugen schlugen Alarm, eine Besatzung des Feuerwehrbootes aus Wilhering konnte den Pensionisten aus der Donau fischen.

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